Nepal-Hilfe mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt

Nepal-Hilfe mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt

Rehabilitations-Zentrum für Kinder und Jugendliche in Kathmandu

Unsere Barbarossa Lions-Freunde Gunter Gross-Selbeck, emeritierter Professor für Kinderneurologie und seine Ehefrau Claudia, Physiotherapeutin, erhielten für Ihr großartiges Engagement in Nepal im Dezember 2013 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Dazu befragt sagt Claudia Gross-Selbeck: „Wir bekommen von den Menschen viel mehr zurück als wir geben können. Die Bevölkerung ist einfach sehr liebenswert.“

Die Beiden hatten vor vielen Jahren bei einem Ferienaufenthalt in Nepal die Unterversorgung von Kindern mit Entwicklungs- und Bewegungsstörungen, Epilepsien und anderen neurologischen Erkrankungen erfahren.

Lions Club Barbarossa Düsseldorf

Seit dem Jahr 2004 arbeitete das Ehepaar als Volunteers jährlich mehrere Monate in einem Rehabilitations-Zentrum in Kathmandu, bereiste Bergdörfer und untersuchte dort Kinder, die noch nie einen Arzt gesehen hatten.

„Es war erschütternd zu sehen, in welchem Gesundheitszustand sich viele Kinder dort befanden, entweder weil kein Arzt zur Verfügung stand oder weil die Eltern der Kinder aus finanziellen Gründen keine Behandlung in Anspruch nehmen konnten. Epilepsiekranke Kinder z. Bsp., die mit entsprechender Medikation anfallsfrei ein völlig normales Leben führen könnten, wurden einfach ihrem Schicksal überlassen“.

In dem Zentrum selbst arbeiteten zu der Zeit angelernte Therapeuten ohne qualifizierte Ausbildung, eine ärztliche Versorgung gab es bis dahin nicht.

Diese erschütternden Erfahrungen waren Anlass für ein herausforderndes Engagement in einem großangelegten Projekt. Ihre Schilderung der Zustände vor Ort öffneten die Zuhörbereitschaft und die Herzen vieler Personen und Institutionen.

Dank deren großzügiger Unterstützung – u.a. auch unseres Hilfswerks LC Düsseldorf Barbarossa – konnten durch Übernahme der Kosten Teilzeit-Ärzte und mehrere Therapeutenstellen besetzt werden. Die Therapeutenausbildung wurde teilweise von dem Ehepaar Gross-Selbeck übernommen. So konnte eine wesentliche Verbesserung in der Qualität der Versorgung der Kinder in Kathmandu und Umgebung erreicht werden.

Nun sind dem Reha-Zentrum – verteilt über das ganze Land – 14 Außenstellen angeschlossen, in denen sogenannte Homevisitoren arbeiten, die vorher eine 6monatige Ausbildung im Zentrum erhalten haben. Sie betreuen in ihrem Umkreis behinderte Kinder und Jugendliche und deren Eltern, sind Ansprechpartner für die verschiedensten Probleme und können arme Familien mit kleinen finanziellen Beiträgen für Medikamente und Hilfsmittel unterstützen.

Zudem finden in den 14 Distrikten jährlich angekündigte „Health Camps“ statt, in denen die Kinder untersucht und behandelt werden, die Eltern beraten und mit den Homevisitoren Behandlungspläne bis zum nächsten Arztbesuch erstellt werden. Bei den jährlichen Aufenthalten in Nepal begleitete das Ehepaar zu seiner aktiven Projekt-Zeit den Kinderarzt bei den Distriktbesuchen, um ihm die Möglichkeit zu geben, von deren Erfahrung zu profitieren.

Präsidentinnen Empfang im Bergischen Land

Präsidentinnen Empfang im Bergischen Land

Auch nach innen leben wir den Teamgeist unseres Vereins. So ist es seit vielen Jahren eine gern wahrgenommene Tradition, dass der/die jeweils neue Präsident*in eines Jahres zu Beginn der Präsidentschaft alle Mitglieder unseres Lions Düsseldorf Barbarossa Clubs zu einem gemeinsamen und stimmungsvollen Beisammensein einlädt.

Präsidentin Empfang zu Gedenken an den Gründungspräsidenten

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So auch unsere diesjährige Präsidentin Babette Johann, die uns zu Ihrem Präsidentinnenempfang – zum Gedenken an Ihren Vater, dem Gründungspräsidenten unseres Clubs – in dessen Ferienhaus „Waldaue“ in den Oberbergischen Kreis eingeladen hatte. Bereits das Wetter zu unserem Ausflug versprach von vorneherein nur Gutes.

Kleinod Waldaue

Also fuhren wir in Fahrgemeinschaften los und trafen uns auf einem nahegelegenen Parkplatz, von wo aus wir im Corso fuhren – geleitet durch den Sohn unserer Präsidentin. Und das war gut so, denn wir hätten lange suchen müssen, um das versteckt liegende „Kleinod Waldaue“ zu finden.

Von der Schönheit der Lage und von herrlich vorbereiteten Getränken und Leckereien wurden wir für die Fahrt mehr als belohnt. Die Bilder berichten sicher eindrucksvoll darüber, eben auch von der guten gemeinsamen Stimmung.

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Nach einer längeren, jedoch kurzweiligen und genussvollen Zeit in der „Waldaue“ fuhren wir ins Parkhotel Nümbrecht, checkten ein und trafen uns nach einem kleinen Rundgang durch den Kurpark zum Abendessen auf der großen Sommerterrasse des Hotels. Bei guter und reichlicher Verköstigung und so manchem Glas köstlichen Wein ergaben sich anregende Gespräche und viel gemeinsames Lachen und fröhlich sein. Die Vorfreude auf den nächsten Tag ließ uns dann ziemlich spät, jedoch glücklich, aber auch müde, in einen tiefen Schlaf sinken.

Mehrere Etappen bis zur Kaffeetafel

Auch für diesen Tag war wunderbares Wetter bestellt und nach dem Frühstück ging es los zur ersten Etappe, zur Besichtigung von Schloss Homburg. Dort lauschten wir mit Spannung einer professionellen Führung und genossen anschließend noch die große Außenanlage mit ihrem wunderschönen Rundumblick.

Was jetzt noch fehlte – wenn man eh im Oberbergischen ist – war die Bergische Kaffeetafel.

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Als sehr kundige Botschafterin für diesen wunderschönen Flecken war von Babette in der altehrwürdigen Holsteinmühle für uns reserviert und alles aufs Beste vorbereitet. Nach diesem Genuss, der einer leichten Völlerei glich, konnten wir uns im Areal um das Restaurant gut die Füße vertreten, bevor wir dann zur Heimreise aufbrachen.

Ein wundervolles Wochenende bei bestem Wetter und liebevoller Organisation ging so zu Ende und bleibt in guter Erinnerung.

Lions-Club Düsseldorf Barbarossa fährt nach Den Haag

Lions-Club Düsseldorf Barbarossa fährt nach Den Haag

Pünktlich an einem Samstagmorgen im April bricht um 8:30 Uhr eine wohl gestimmte Gruppe unseres Barbarossa Clubs mit dem Bus nach Den Haag auf. Es ist zwar noch ein wenig kühl um diese Zeit, aber das Wetter ist viel besser als angesagt.

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Erste „Insiderinformationen“ bereits auf der Fahrt.

Wir haben bereits auf der Fahrt das große Glück von unserem LF Dr. Wolff Balthasar höchst interessante Informationen über die Niederlande im Einzelnen und Besonderen zu bekommen. Dinge, die unser diesjähriger Präsident und seine Ehefrau Johanna so gut wissen, weil sie für einige Jahre aus beruflichen Gründen in den Niederlanden gelebt haben.

In Den Haag ankommen ist der erste Weg in den Stadtteil Scheveningen. Dort auf der Promenade genießen wir „Landratten“ zuerst das Meer mit seinem Wellengang, dem Geruch und seinem Strand. Dann schlendern wir auf der frisch renovierten Promenade zum ebenfalls renovierten „Meerberühmten Kurhaus“, welches uns in seinem neuen Glanz sehr beeindruckt.

Mittagspause an der Promenade

Und da Essen ja immer sein muss, gehen wir in einem Bistro an der Promenade essen, um noch den Blick auf diese schöne Kulisse genießen zu können und gleichzeitig unsern Hunger zu stillen. In dem vorreservierten Bistro gibt es regionale Gerichte, einige von uns probieren sogar paling (Aal in Grün).

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Von dort zurück zum Busparkplatz geht jeder mal seiner Wege. Der eine über den Strand, der andere nähert sich dem Pier, der sich auch stark verändert hat. Manfred Schrickel fotografiert eifrig vom Pier aus, weshalb er uns beinahe verloren gegangen wäre.

Der Bus bringt uns ins Zentrum von Den Haag, denn nun steht eine Stadtbesichtigung an, die Johanna und Wolff selbst übernehmen, weil sie 14 Jahre in Den Haag gelebt haben. Und wer könnte uns da besser führen und die Plätze und Gebäude mit eigenem Wissen und Erinnerungen präsentieren.

Höhepunkt Museum Mauritshuis

Höhepunkt ist die Besichtigung vom Museum Mauritshuis, welches ebenfalls erst kürzlich renoviert wurde.  Ein Teil des alten Den Haag ist modernen, im Wesentlichen ministerialen Gebäuden gewichen, was Johanna sehr bedauert. O-Ton: “Das ist nicht mehr mein Den Haag“. Wenigstens das Regierungsviertel ist in seiner alten Bauweise erhalten geblieben.

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Wir wandern bis zum Regierungspalast des Königs „Kneuterdijk“, an der Hauptkirche und den vielen Geschäften vorbei, und auch durch die mit Glas überdachte Passage Zuidwal zu einem kleinen Bistro, um uns mit Getränken zu stärken, denn der Marsch ist noch nicht zu Ende. Wir wollen noch den Königspalast in der Langen Voorhout von außen kennenlernen und etwas weiter die deutsche Botschaft. Mit dem Bus geht es am späten Nachmittag zum Hotel, wo uns insbesondere die Lifte Schwierigkeiten machen, weil die sich ohne Zimmerkarte aber auch gar nicht bewegen wollen. Der Abend klingt harmonisch und lecker mit einer indonesischen Reistafel im Garoeda aus.
Am Sonntagmorgen besichtigen wir die „Niederlande in Klein“, was in Den Haag heißt, dass man in Madurodam alle bedeutenden Plätze, Häuser und Aktivitäten der Niederlande zu sehen bekommt. Wir sind alle sehr beeindruckt wegen der getreuen Nachbauten; man könnte sich demnach eine weitere Reise nach Amsterdam und Kinderdijk sparen.

Traumhafte Blumen im Park Keukenhof

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Und weil Ende April die ideale Zeit ist, um die Blumen im Park Keukenhof zu besichtigen, fahren wir dorthin. Diese Idee haben auch Millionen Andere, allerdings lässt die Größe des Parks den Besucherandrang zu. Einige von uns waren noch nie in diesem Park und sind beeindruckt von den wunderbaren Blumenarrangements, deren strahlenden Farben und dem Variantenreichtum!

Alle kommen wir mit vollen Herzen und gefüllten Fotospeichern gegen 15 Uhr wieder zum Bus und treten – erschöpft aber begeistert und voller Dank für zwei so wunderbar gestaltete Tage – die Heimfahrt an.

Zirkus Zappzarap – Ein tolle Erfahrung für Kinder

Zirkus Zappzarap – Ein tolle Erfahrung für Kinder

Die Düsseldorfer Messe erlaubte uns erstmalig im Oktober 2008, während der Reha-Ausstellung, auf deren Gelände ein Kinder-Zirkuszelt aufzubauen und hat uns auch die notwendige Infrastruktur zur Verfügung gestellt.

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Ein Kunststück, dass die Kinder eingeübt haben

Behinderte Kinder wurden von speziell für solche Aufgaben geschulte Zirkusmitarbeiter am Morgen mit verschiedenen leichten Shownummern vertraut gemacht. Am späten Nachmittag kamen die Familien der Kinder und konnten sich an den eingeübten Stücken erfreuen und ihre Kinder feiern. Es gab Zuckerwatte und Popcorn für alle.

Für die Behinderten war das eine Kraftanstrengung, aber der Applaus und einmal in der Manege stehen und bewundert zu werden machten sie glücklich und dieses positive Erlebnis wirkte noch lange bei ihnen nach.

Es war auch ein sehr großer Kraftakt für die Lions-Freunde, die unter Anleitung das große Zelt aufgebaut und den Innenausbau übernommen haben. Auch die Positionen des Zirkusdirektors und der Zuschauerbetreuung übernahmen die Lions-Freunde.

Und zu guter Letzt musste dann das Zelt auch wieder von den LF am Abend wieder abgebaut und verladen werden.

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Das war für Ungeübte eine echte Herausforderung. Und so wurde bei der zweiten von uns unterstützten Veranstaltung im Jahr 2012 der Auftrag für den Auf- und Abbau an ein professionelles Team vergeben. Die notwendige Finanzierung, die Position als Zirkusdirektor und die Aufgaben der Betreuung übernahmen gerne wieder die Lions-Freunde mit sehr viel Engagement und Freude.