„Unser Wein“: Wie ein Riesling von der Mosel dem Lions Club Düsseldorf Barbarossa Zehntausende Euro für schwerkranke Kinder einbringt

„Unser Wein“: Wie ein Riesling von der Mosel dem Lions Club Düsseldorf Barbarossa Zehntausende Euro für schwerkranke Kinder einbringt

Zwei Männer, ein großer Bilderrahmen, eine Fahrt nach Solingen. Was nach einem gewöhnlichen Geschäftstermin klingt, ist in Wahrheit das jüngste Kapitel einer der schönsten Erfolgsgeschichten, die der Lions Club Düsseldorf Barbarossa in den vergangenen Jahren geschrieben hat. Denn in diesem Rahmen stecken keine Urkunden und keine Werbeplakate – sondern Originalzeichnungen von Kindern. Von Kindern, deren Geschwister an einer unheilbaren Krankheit leiden. Ihre Bilder schmücken die Etiketten unserer eigenen Wein-Edition „Unser Wein". Und genau diese Edition hat sich in nur zwei Jahren zu einer Spendenaktion entwickelt, die weit über Düsseldorf hinaus Wirkung zeigt. Dies ist die ganze Geschichte – vom ersten Gespräch an der Mosel bis zum Dankeschön an unseren größten Abnehmer.

Die Idee: Ein Wein mit integrierter Spende

Am Anfang stand eine ebenso einfache wie kluge Überlegung: Menschen kaufen gern guten Wein. Menschen verschenken gern guten Wein. Warum also nicht einen Wein anbieten, bei dem jede Flasche automatisch Gutes tut? Ein Wein, in dessen Preis bereits eine großzügige Spende steckt – ein Charity-Wein im besten Sinne, der nicht nach Mitleid schmeckt, sondern nach Schiefer, Sonne und Sorgfalt.

Diese Idee wurde im Lions Club Düsseldorf Barbarossa nicht in einem Ausschuss zerredet, sondern angepackt. So entstand „Unser Wein": eine eigene Wein-Edition, deren Erlöse vor allem einer Institution zugutekommen, die uns seit vielen Jahren am Herzen liegt – dem Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Düsseldorf, kurz AKHD.

Ein Riesling aus dem Mehringer Blattenberg

Dass aus einer guten Idee ein wirklich guter Wein wurde, verdanken wir unserem Clubmitglied Horst Welter. Er stammt aus einer Winzerfamilie an der mittleren Mosel, kennt die Region, die Lagen und die Menschen – und kann auf manche alte Freundschaft bauen. Über seine Kontakte entstand die Verbindung zum Weingut & Brennerei Johannes und Anne Löwen im Moselort Mehring an der Römischen Weinstraße, unweit von Trier.

Die Winzerfamilie Löwen – Johannes, Anne und Sohn Jakob – bewirtschaftet ihre Weinberge in den Mehringer Lagen Blattenberg, Goldkupp und Zellerberg, größtenteils auf Schieferverwitterungsböden. Für unsere Edition empfahl die Familie eine Riesling Spätlese aus dem Mehringer Blattenberg. Nach einer gemeinsamen Verkostung im Club, bei der auch andere Weine im Vergleich standen, war die Entscheidung eindeutig: Dieser Riesling hat Charakter. Er steht mineralisch und elegant im Glas, zeigt einen dezenten Duft und trägt die Handschrift seiner Lage. Man schmeckt die Pflege, die Geduld und die Sorgfalt, mit der er entstanden ist. Er begleitet helles Fleisch ebenso souverän wie Meeresfrüchte und asiatische Küche – ein Wein, den man gern öffnet und noch lieber verschenkt.

Etiketten, die Geschichten erzählen

Das eigentliche Herzstück unserer Edition ist jedoch nicht der Inhalt der Flasche, sondern ihr Äußeres. Die Etiketten von „Unser Wein" stammen nicht aus einer Grafikagentur. Sie wurden von Kindern gestaltet – von den Geschwistern betroffener Kinder, die der AKHD Düsseldorf begleitet. Familien also, die das schwere Schicksal tragen, ein Kind mit einer lebensverkürzenden Erkrankung zu haben; einer Krankheit, die in den allermeisten Fällen zu einem frühen Tod führt.

Diese Kinderzeichnungen machen jede Flasche zu einem Unikat mit Botschaft. Sie geben dem Wein ein unverwechselbares Erscheinungsbild – und sie erinnern jeden, der die Flasche in der Hand hält, daran, worum es bei dieser Aktion wirklich geht. Nicht wenige Genießer sammeln die Flaschen inzwischen. Genau diese Verbindung aus Genuss, Gestaltung und gutem Zweck ist es, die „Unser Wein" von jeder gewöhnlichen Benefizaktion unterscheidet.

Wer eine dieser Flaschen verschenkt, verschenkt deshalb immer zwei Dinge auf einmal: einen ausgezeichneten Moselriesling – und eine Geschichte, die im Gedächtnis bleibt. Kaum ein Gastgeschenk öffnet so zuverlässig ein Gespräch. Und kaum ein Gespräch endet, ohne dass der Beschenkte fragt, wo es diesen Wein zu kaufen gibt. Genau so funktioniert diese Aktion: Flasche für Flasche, Gespräch für Gespräch, Empfehlung für Empfehlung.

Für wen wir das tun: Der AKHD Düsseldorf

Der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Düsseldorf begleitet Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit einer lebensverkürzenden oder lebensbedrohlichen Erkrankung – und mit ihnen ihre Eltern und Geschwister. Die Begleitung beginnt ab der Diagnose und endet nicht mit dem Tod: Der Dienst steht den Familien auch in der Zeit der Trauer zur Seite. Geschulte ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter schenken den Familien Zeit, entlasten den Alltag und sind Ansprechpartner in Momenten, in denen Worte schwerfallen. Für die Familien ist dieses Angebot kostenfrei.

Zwischen dem AKHD und dem Lions Club Düsseldorf Barbarossa besteht seit vielen Jahren eine enge, fast persönliche Verbindung, geprägt von gemeinsamer Arbeit und gegenseitigem Vertrauen. Die Unterstützung dieser Familien gehört zu den wichtigsten Hilfeleistungen unseres Clubs – und sie steht beispielhaft für das, was uns als Serviceclub in Düsseldorf antreibt: Kindern in prekären Lebenssituationen konkret, verlässlich und mit langem Atem zu helfen. Ganz im Sinne des internationalen Lions-Mottos „We serve".

Das erste Jahr: 1.300 Flaschen und ein Scheck über 10.000 Euro

Wie gut die Idee funktioniert, zeigte sich schneller, als selbst Optimisten im Club erwartet hatten. Das Prinzip ist denkbar einfach: Jedes Clubmitglied kauft einige Flaschen – oder auch einige mehr – und verkauft sie weiter: an Freunde, Nachbarn, Geschäftspartner, Firmen oder Institutionen. Im Preis steckt bereits eine großzügige Spende, zu der auch das Weingut selbst beiträgt. So wird aus jedem einzelnen Mitglied ein Botschafter der Aktion – und aus jeder Flasche ein kleiner Baustein der Spendensumme.

Manche Mitglieder brachten es dabei zu wahrer Meisterschaft: Beate und Frank Herzbruch, beide ehemalige Präsidenten unseres Clubs, motivierten einen Abnehmer zu einer Bestellung von sage und schreibe 700 Flaschen auf einen Schlag. Auch die Großbäckerei Borggräfe gehörte zu den größten Unterstützern der ersten Stunde. Insgesamt wechselten im ersten Jahr mehr als 1.300 Flaschen den Besitzer.

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen – im wahrsten Sinne des Wortes: Am 30. Januar 2025 übergaben unsere Mitglieder Horst Welter, Björn Voigt und Helmut Bienfuss im Nord Carree in Düsseldorf einen symbolischen Scheck über 10.000 Euro an Angelika Lenker und Corinna Walker vom AKHD. Zehntausend Euro – erwirtschaftet nicht durch eine einzelne Großspende, sondern durch viele Gespräche, viele Empfehlungen und viele einzelne Flaschen. Die ganze Geschichte des ersten Jahres haben wir hier festgehalten: Unser Wein – die Story dahinter.

Ein Besuch bei den Winzern an der Mosel

Bei so viel gemeinsamem Erfolg war es fast folgerichtig, dass unsere jährliche Clubreise im Mai 2025 an die Mosel führte. Der Club besuchte die Winzerfamilie Löwen in Mehring, ließ sich Weinberge und Keller zeigen und verkostete – natürlich – auch „unsere" Abfüllung direkt an ihrem Entstehungsort. Wer nachlesen möchte, wie aus einer Spendenaktion eine Freundschaft zwischen einem Düsseldorfer Serviceclub und einer Mosel-Winzerfamilie wurde, findet den Reisebericht hier: Clubreise an die Mosel.

Das zweite Jahr: Ein Großabnehmer mit Herz

Eine gute Aktion wiederholt man nicht einfach – man entwickelt sie weiter. Für die zweite Auflage von „Unser Wein" wählte der Club erneut gemeinsam mit der Winzerfamilie Löwen einen charaktervollen Riesling aus, und erneut gestalteten Kinder die Etiketten auf ihre ganz eigene, unverwechselbare Art. Und wieder fanden sich Unterstützer, die weit mehr taten, als nur eine Flasche zu kaufen.

Einer sticht dabei besonders heraus: die EMO-TRANS GmbH, ein international tätiges Logistikunternehmen mit Sitz in Solingen. Geschäftsführer Thorsten Peters hatte eine Idee, die wir nur als vorbildlich bezeichnen können: Er erwarb direkt eine größere Menge unseres Rieslings, um die Flaschen bei den unterschiedlichsten geschäftlichen Anlässen einzusetzen. Ein Gastgeschenk mit exklusivem Etikett, eine Aufmerksamkeit für Kunden und Partner – und mit jeder einzelnen Flasche eine Spende für schwerkranke Kinder und ihre Familien. Was gibt es Besseres auf diesem Gebiet als eine gute Flasche Wein, die eine echte Geschichte erzählt?

Ein Dankeschön mit bleibendem Wert

Solches Engagement verdient mehr als einen Handschlag. Und so machten sich Josef Nagel – frisch gebackener Präsident unseres Clubs und als Clubmaster schon deutlich länger im Amt – und Horst Welter am [DATUM-BESUCH-SOLINGEN] auf den Weg nach Solingen. Im Gepäck: ein großer Rahmen. Darin: die Originale der Kinderzeichnungen, mit denen die Etiketten unserer Wein-Edition gestaltet wurden. Entworfen und zu Papier gebracht von den Geschwistern betroffener Kinder – Zeichnungen also, die man nicht kaufen kann und die es kein zweites Mal gibt.

Josef Nagel und Horst Welter überreichten Thorsten Peters und seiner Mitarbeiterin die schön gerahmten Originale als Dank für die große Abnahme. Der Rahmen wird ganz sicher einen ausgewählten Platz im Unternehmen finden – und dort vielleicht sogar weiter für den Wein und seine Botschaft werben. Ein Dankeschön, das bleibt. So wie die Wirkung der Spende selbst.

Warum solche Aktionen nur in einer starken Gemeinschaft gelingen

Man kann Geld überweisen. Man kann auch einfach eine Spendenquittung abheften. Aber man kann eben auch etwas erschaffen: einen Wein aussuchen, der Menschen begeistert. Kinder einladen, Etiketten zu gestalten, die unter die Haut gehen. Ein Netzwerk aktivieren, das 1.300 Flaschen bewegt. Eine Winzerfamilie an der Mosel als Verbündete gewinnen. Und einem Unternehmen in Solingen mit gerahmten Originalzeichnungen danken, statt mit einer Standard-Urkunde.

Genau das ist es, was das Clubleben im Lions Club Düsseldorf Barbarossa ausmacht – und was ehrlicherweise auch ein Privileg ist: An solchen Aktionen kann man nicht einfach teilnehmen. Man muss Teil dieser Gemeinschaft sein. Wer einmal erlebt hat, wie aus einer Idee am Clubabend eine Aktion mit fünfstelligem Spendenergebnis wird; wer die strahlenden Gesichter bei einer Scheckübergabe gesehen hat und weiß, welchen Unterschied dieses Geld im Alltag betroffener Familien macht – der versteht, warum unsere Mitglieder von diesen Momenten mit spürbarer Dankbarkeit erzählen. Es ist das gute Gefühl, mit eigener Initiative, eigener Kreativität und den eigenen Kontakten etwas bewegt zu haben, das größer ist als man selbst.

Dazu gehören auch die vielen anderen Facetten unseres Clublebens: Vorträge hochkarätiger Referenten, gemeinsame Reisen wie die an die Mosel, exklusive Führungen und Begegnungen, die es so nur im Kreis der Lions gibt. Treffen, Helfen, Lernen – diese drei Worte beschreiben ziemlich genau, was Mitgliedschaft bei uns bedeutet.

Wie es weitergeht – und wie Sie Teil davon werden können

Der Club hat das klare Ziel, „Unser Wein" zu einer Serie zu machen, die man bereits erwartet und die immer wieder neue Akzente setzt. Vielleicht mit einer anderen Rebsorte, vielleicht irgendwann mit einem anderen Weingut – Hauptsache, der Wein ist gut und hat Eigenschaften, über die man ins Gespräch kommt. Sicher ist: Auch künftig werden Kinder die Etiketten gestalten. Und auch künftig fließt der Erlös dorthin, wo er dringend gebraucht wird.

Denn eines hat diese Aktion allen Beteiligten gezeigt: Helfen muss sich nicht nach Verzicht anfühlen. Es kann nach einem gemeinsamen Abend mit einem guten Glas Riesling schmecken, nach einer Reise an die Mosel, nach dem Stolz, wenn ein Unternehmer wie Thorsten Peters die eigene Idee aufgreift und weiterträgt. Wohltätigkeit, die verbindet statt zu verpflichten – das ist der eigentliche Jahrgang, den wir mit „Unser Wein" abgefüllt haben.

Sie möchten den Wein probieren, verschenken oder – wie EMO-Trans – für Ihr Unternehmen einsetzen? Sprechen Sie uns an. Sie möchten mehr: sich aktiv einbringen, eigene Ideen verwirklichen und Teil einer Gemeinschaft werden, die in Düsseldorf seit Jahrzehnten Verantwortung übernimmt? Dann lernen Sie uns kennen. Der Lions Club Düsseldorf Barbarossa freut sich über Menschen, die nicht nur zuschauen wollen. Denn die nächste gute Idee wartet schon – und die nächste Flasche „Unser Wein" auch.

Fortsetzung folgt. Mit guten Weinen.

Klasse 2000: Warum Suchtprävention in der Grundschule beginnt – ein Vortragsabend beim Lions Club Düsseldorf Barbarossa

Klasse 2000: Warum Suchtprävention in der Grundschule beginnt – ein Vortragsabend beim Lions Club Düsseldorf Barbarossa

Wann beginnt Sucht? Die ehrliche Antwort ist unbequem: lange bevor ein Jugendlicher zum ersten Mal zur Zigarette greift oder das erste Bier probiert. Sie beginnt dort, wo Kinder nicht gelernt haben, Nein zu sagen. Wo niemand ihnen gezeigt hat, wie man Konflikte ohne Fäuste löst, wie man mit unangenehmen Gefühlen umgeht und warum der eigene Körper es wert ist, geschützt zu werden. Genau deshalb setzt wirksame Suchtprävention nicht am Schulhof des Gymnasiums an, sondern viel früher: in der Grundschule. Wie das konkret aussieht, erfuhren die Mitglieder des Lions Club Düsseldorf Barbarossa aus erster Hand: Dr. med. Caroline Bentgens stellte im Januar das Programm Klasse 2000 vor – das größte Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltvorbeugung an deutschen Grundschulen.

Die Zahlen, die aufhorchen lassen

Man wünscht sich, diese Zahlen wären erfunden. Sind sie aber nicht. Dr. Bentgens legte in ihrem Vortrag den Finger präzise in die Wunde unserer Gesellschaft: Rauchen und Alkoholkonsum sind bereits bei sieben bis zehn Prozent der Jugendlichen verbreitet. Rund fünfzehn Prozent praktizieren mindestens einmal im Monat sogenanntes Rauschtrinken. Acht Prozent der Jugendlichen haben bereits Cannabis probiert. Fünfzehn Prozent der Kinder und Jugendlichen sind übergewichtig – Tendenz steigend. Siebzehn Prozent zeigen psychische Auffälligkeiten, und weitere fünfzehn Prozent weisen Hinweise auf eine problematische Internetnutzung auf.

Hinter jeder dieser Prozentzahlen stehen echte Kinder. Kinder, die in Düsseldorf, in Nordrhein-Westfalen, in ganz Deutschland aufwachsen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bestätigt diese Entwicklung in ihren regelmäßigen Studien und Expertisen – und sie benennt zugleich den wirksamsten Gegenentwurf: die frühe Förderung von Lebenskompetenzen.

Warum Suchtprävention schon in der Grundschule?

Die Antwort liegt in der Entwicklungspsychologie. Zwischen sechs und zehn Jahren werden die Weichen gestellt: In diesem Alter formen Kinder ihr Selbstbild, ihre Gewohnheiten und ihre Strategien im Umgang mit Frust, Streit und Gruppendruck. Und – das ist der entscheidende Punkt – sie haben in aller Regel noch keinen Kontakt zu Alkohol, Tabak oder anderen Suchtmitteln gehabt. Prävention trifft hier also nicht auf bereits eingeübte Muster, die mühsam korrigiert werden müssten, sondern auf offene, neugierige Kinder, die Schutzfaktoren erst noch aufbauen. Wer wartet, bis die Pubertät begonnen hat, kommt oft zu spät: Dann konkurriert jede Präventionsbotschaft bereits mit den ersten eigenen Erfahrungen, mit Cliquen und mit dem Wunsch, dazuzugehören.

Was die Forschung sagt: Prävention wirkt und Suchtprävention umso mehr – wenn sie früh beginnt

Die BZgA-Expertise zur Suchtprävention kommt zu einem bemerkenswerten Ergebnis: Lebenskompetenzprogramme wirken gerade in der Grundschule – und dort häufig nachhaltiger als in höheren Klassenstufen. Kinder, die früh lernen, ihre Gefühle einzuordnen, Probleme zu lösen und Gruppendruck standzuhalten, greifen später seltener zu Suchtmitteln. Auch das Schulministerium Nordrhein-Westfalen setzt in seinen Leitlinien zur schulischen Suchtprävention genau auf diesen Ansatz: Lebenskompetenzen stärken, bevor der erste Kontakt mit Suchtmitteln überhaupt stattfindet.

Der Grund ist so einfach wie einleuchtend: Gewaltprävention und Suchtvorbeugung funktionieren nicht als Verbotskatalog. Erhobene Zeigefinger prallen an Kindern ab. Was bleibt, sind Selbstvertrauen, Körperwissen und soziale Stärke – Fähigkeiten, die man nicht verordnen, sondern nur behutsam aufbauen kann. Über vier Grundschuljahre hinweg. Genau das leistet Klasse 2000.

Ein Abend aus erster Hand: Dr. med. Caroline Bentgens zu Gast beim Lions Club Düsseldorf Barbarossa

Dr. med. Caroline Bentgens - regionale Koordinatorin für NRW Klasse2000
Dr. med. Caroline Bentgens - regionale Koordinatorin für NRW Klasse2000

Es gibt Themen, über die man in der Zeitung liest. Und es gibt Themen, die einem eine Expertin persönlich erklärt – mit allen Zwischentönen, Rückfragen und Details, die kein Artikel transportieren kann. Am [DATUM] gehörten die Mitglieder des Lions Club Düsseldorf Barbarossa zur zweiten, deutlich privilegierteren Gruppe: Dr. med. Caroline Bentgens von der Initiative Klasse 2000 nahm sich einen ganzen Abend Zeit, um das Programm vorzustellen, das an Grundschulen in ganz Deutschland Kinder stark macht.

Dass eine Ärztin über Prävention spricht, ist dabei kein Zufall, sondern Programm: Wer täglich mit den Folgen von Sucht, Bewegungsmangel und seelischer Überlastung konfrontiert ist, redet anders über Vorbeugung als jede Broschüre. Sachlich, wo Zahlen gefragt sind. Eindringlich, wo es um Kinderschicksale geht. Und erfrischend ehrlich bei der Frage, was Schule leisten kann – und was nicht. Genau diese Mischung machte den Abend aus: kein Werbevortrag, sondern eine fundierte Einordnung mit Raum für kritische Nachfragen aus dem Kreis der Mitglieder.

Die Idee hinter dem Programm ist so wichtig wie das große Einmaleins: stark und gesund durch die Grundschulzeit zu kommen. Das Herzstück heißt KLARO – eine sonnengelb-optimistische Symbolfigur, die Kinder vier Jahre lang begleitet. Es gibt eine App, es gibt T-Shirts, es gibt Hefte und Spiele. Vor allem aber gibt es einen klar durchdachten pädagogischen Plan mit einem Ziel: Grundschülern neben Lesen, Schreiben und Rechnen etwas beizubringen, das nirgendwo auf dem Zeugnis steht und trotzdem über Lebenswege entscheidet – Gesundheits- und Lebenskompetenzen.

Selbstverständlich ist das nämlich nicht. Wie der Körper überhaupt funktioniert und was ihm guttut. Wie wichtig Gesundheit ist und was man selbst dafür tun kann. Wie Kinder für sich selbst sorgen und gleichzeitig gut mit anderen umgehen. Dahinter stehen die großen Themen des Programms: gesund essen und trinken, bewegen und entspannen, sich selbst mögen und Freunde haben, Probleme und Konflikte lösen, kritisch denken und auch mal Nein sagen.

KLARO: Vier Jahre, vier Etappen – so funktioniert Klasse 2000

Dr. Bentgens führte die Zuhörer durch den Aufbau des Programms – und spätestens hier wurde deutlich, warum Klasse 2000 kein Aktionstag mit Luftballons ist, sondern ein wissenschaftlich fundiertes Langzeitprogramm. Pro Schuljahr sind zehn bis fünfzehn Unterrichtsstunden vorgesehen, fächerübergreifend verankert: zwei bis drei Stunden gestalten speziell geschulte Gesundheitsförderinnen und Gesundheitsförderer, acht bis zwölf Stunden übernehmen die Lehrkräfte. Ergänzt wird das Ganze durch Materialien für Eltern sowie digitale Angebote im KLARO-Labor und in der KLARO-App.

Gesund mit KLARO – das erste Schuljahr

Die Kinder lernen KLARO kennen und entdecken, wie die Atmung funktioniert und wie man mit der KLARO-Atmung entspannen kann. Warum Bewegung guttut und wie man ganz einfach mehr davon in den Alltag bringt. Warum Wasser der beste Durstlöscher ist – und wie man freundlich miteinander umgeht.

Fit mit KLARO – das zweite Schuljahr

Jetzt geht es um die Verdauung und darum, was gesunde Ernährung eigentlich ausmacht. Die Kinder lernen, wie man richtig entspannt, warum Gefühle wichtig sind und wie sie mit unangenehmen Gefühlen umgehen können – eine Kompetenz, an der bekanntlich auch mancher Erwachsene noch arbeitet.

Stark mit KLARO – das dritte Schuljahr

Im dritten Jahr stehen Teams und Zusammenarbeit im Mittelpunkt: Wie spricht man miteinander, damit sich alle in der Klasse wohlfühlen? Wie löst man Konflikte ohne Gewalt? Dazu kommen Herz und Blutkreislauf – und die Erkenntnis, dass Ernährung, Bewegung und Entspannung einen untrennbaren Dreiklang bilden.

Schlau mit KLARO – das vierte Schuljahr

Zum Abschluss wird es strategisch: Die Kinder erfahren, wie das Gehirn funktioniert und wie es beim Lernen hilft. Mit welchen Tricks Werbung arbeitet. Warum Rauchen und Alkohol schaden. Wie man bei Gruppendruck Nein sagt und warum Bildschirmzeit Grenzen braucht. Am Ende steht ein Rucksack voller Kompetenzen für den Wechsel auf die weiterführende Schule – genau in dem Alter, in dem die ersten Versuchungen warten.

Wissenschaftlich geprüft, nicht nur gut gemeint

Klasse 2000 wird kontinuierlich wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Studien unabhängiger Forschungsinstitute – darunter eine Untersuchung der Universität Bielefeld – belegen positive Wirkungen bereits im Grundschulalter, etwa auf den Konsum von Gemüse, Obst und Wasser sowie auf einen aktiven Schulweg. Auch im Jugendalter zeigen sich nachweisbare Effekte, vor allem beim Rauchen sowie beim Alkohol- und Cannabiskonsum. Wer tiefer einsteigen möchte, findet die Studienergebnisse auf der offiziellen Seite des Programms unter klasse2000.de.

Lions und Klasse 2000: Eine Verbindung mit Geschichte

Was viele an diesem Abend besonders berührte: Klasse 2000 ist keine fremde Initiative, die um Unterstützung wirbt. Sie ist ein Stück Lions-Geschichte. Erfunden wurde das Programm 1991 von Univ.-Doz. Dr. med. Pál Bölcskei, Lions-Mitglied und Chefarzt der Lungenheilkunde am Klinikum Nürnberg. In seinem Klinikalltag begegnete er täglich Menschen, die durch das Rauchen schwer erkrankt waren. Seine Konsequenz: Kinder müssen ihren Körper kennen und schätzen lernen, bevor sie zum ersten Mal mit Suchtmitteln in Berührung kommen. Der Name des Programms geht übrigens auf die damalige Kampagne der Weltgesundheitsorganisation zurück: „Mehr Gesundheit für alle bis zum Jahr 2000“.

Aus 234 Klassen in Bayern wurde eine bundesweite Bewegung. Seit 2004 empfiehlt der Governorrat der deutschen Lions das Programm offiziell für die Grundschule, und heute unterstützen mehr als 590 Lions Clubs in ganz Deutschland Klasse 2000 – finanziell und ideell. Etwa zwei Drittel aller Patenschaften werden von Lions Clubs getragen. Eine Patenschaft kostet 250 Euro pro Klasse und Schuljahr – ein überschaubarer Betrag, der vier Jahre lang Wirkung entfaltet. Klasse 2000 und die Lions sind also gute Bekannte. Oder besser noch: Freunde.

Und in Düsseldorf?

Auch dazu hatte Dr. Bentgens beeindruckende Zahlen mitgebracht: In Düsseldorf nehmen aktuell 25 Grundschulen am Programm teil. Das sind 173 Klassen, betreut von 16 Gesundheitsförderinnen. Über 4.000 Düsseldorfer Grundschulkinder lernen so Jahr für Jahr, was es heißt, stark und gesund aufzuwachsen. Ein klarer Beweis für die Kraft einer Idee – mitten in unserer Stadt.

Man muss sich das einmal vor Augen führen: Ein Chefarzt aus Nürnberg beschließt vor über drei Jahrzehnten, dass Kinder ihren Körper kennen sollen, bevor sie ihn gefährden. Und heute sitzen deshalb Düsseldorfer Erstklässler im Sitzkreis, üben die KLARO-Atmung und lernen, dass Wasser der beste Durstlöscher ist. Wenn es einen Beleg dafür gibt, dass Engagement Generationen überdauern kann, dann diesen. Und welche Initiative könnte besser zu einem Lions Club passen als eine, die das Wichtigste stärkt, was wir haben: unsere Kinder.

Warum solche Abende das Clubleben so besonders machen

Man hätte an diesem Abend eine Stecknadel fallen hören können. Wer in die Gesichter der Anwesenden blickte, sah konzentrierte Aufmerksamkeit, hier und da ein nachdenkliches Nicken – und am Ende strahlende Augen und viele Fragen. Denn genau dafür gibt es das Clubleben beim Lions Club Düsseldorf Barbarossa: Wissen aus erster Hand, von Expertinnen und Experten, die sich Zeit nehmen. Kein Podcast, kein Erklärvideo, sondern ein echter Dialog mit einer Medizinerin, die täglich erlebt, was Prävention bewirken kann.

Es ist ein Privileg, das nachwirkt. Solche Vorträge stehen keinem Publikum offen – sie sind den Mitgliedern und ihren Gästen vorbehalten. Und viele Mitglieder beschreiben genau dieses Gefühl: eine stille Dankbarkeit, Teil einer Gemeinschaft zu sein, in der man nicht nur Gutes tut, sondern dabei auch selbst wächst. Das Lions-Motto „Treffen, Helfen, Lernen“ ist an solchen Abenden keine Formel, sondern gelebte Wirklichkeit: Man trifft sich unter Freunden, man lernt von den Besten – und man versteht danach besser, warum das Helfen so wichtig ist.

Für den Lions Club Düsseldorf Barbarossa schließt sich dabei ein Kreis. Der Club setzt sich mit seinen Activities seit jeher für Kinder in prekären Lebenssituationen ein – vom Weckmann-Verkauf bis zur Unterstützung Düsseldorfer Kinderhilfsprojekte. Ein Programm, das Kinder stark gegen Sucht und Gewalt macht, trifft den Kern dessen, wofür dieser Club steht: Wohltätigkeit, die nicht bei der Spende endet, sondern Zukunft gestaltet. „We serve“ – wir dienen – ist eben mehr als ein Leitspruch.

Neugierig geworden? Erleben Sie das Clubleben selbst

Vorträge wie dieser sind kein Einzelfall, sondern fester Bestandteil des Clubjahres: Referentinnen und Referenten aus Medizin, Technik, Kunst und Wirtschaft geben den Mitgliedern regelmäßig Einblicke, die man so nirgendwo sonst bekommt. Wenn Sie neugierig und engagiert sind und in einer starken Gemeinschaft aktiv helfen möchten, lernen Sie uns kennen – unverbindlich, zum Beispiel bei einem Vortragsabend. Der einfachste Weg führt über unsere Webseite: Nehmen Sie Kontakt auf und werden Sie Teil einer Gemeinschaft, die Düsseldorfer Kindern echte Chancen schenkt. Wir freuen uns auf Sie.

Im Garten des Licht-Poeten: Der Lions Club Düsseldorf Barbarossa zu Gast bei ZERO-Künstler Heinz Mack

Im Garten des Licht-Poeten: Der Lions Club Düsseldorf Barbarossa zu Gast bei ZERO-Künstler Heinz Mack

Es gibt Orte, die in keinem Reiseführer stehen. Orte, an denen Kunstgeschichte nicht hinter Glas liegt, sondern zwischen Obstbäumen, Hecken und Wiesen steht. Der private Skulpturengarten von Heinz Mack am Rande von Mönchengladbach ist so ein Ort. Wer hier durch das Tor tritt, betritt das persönliche Reich eines Mannes, der die deutsche Nachkriegskunst geprägt hat wie kaum ein anderer. Am 30. April 2026 öffnete sich dieses Tor für den Lions Club Düsseldorf Barbarossa. Was als exklusive Gartenführung geplant war, wurde zu einem Nachmittag, den keiner der Teilnehmenden so schnell vergessen wird. Denn am Ende stand eine Begegnung, die niemand vorhersehen konnte: mit dem Künstler selbst.

Heinz Mack: Der Poet des Lichts und ein Jahrhundert Kunstgeschichte

„Colors turn around" von Heinz Mack-limitierte Farbserigrafie (Siebdruck)
Colors turn around" von Heinz Mack-limitierte Farbserigrafie (Siebdruck)

Wer über deutsche Kunst nach 1945 spricht, kommt an Heinz Mack nicht vorbei. Geboren 1931 im hessischen Lollar, studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf und wurde zu einem der wichtigsten Vertreter der kinetischen Kunst und der Lichtkunst weltweit. Seine Bilder mit ihrer unverwechselbaren Farb- und Formenwelt erkennt man auf den ersten Blick. Seine Stelen aus Granit, Stein, Edelstahl und Marmor stehen auf öffentlichen Plätzen und in Museen rund um den Globus. Man nennt ihn den Poeten des Lichts, weil Licht das eigentliche Material seiner Kunst ist: Alles, was Mack schafft, reflektiert, bricht, verstärkt und feiert das Licht.

Das Erstaunlichste an diesem Künstler ist jedoch nicht sein Werk allein. Es ist seine ungebrochene Schaffenskraft. Im stolzen Alter von 95 Jahren steht Heinz Mack noch immer täglich in seinem Atelier in Mönchengladbach und arbeitet an neuen Werken. Genau dorthin, in das private Refugium des Künstlers und seiner Familie, führte der Ausflug des Lions Club Düsseldorf Barbarossa.

ZERO: Als die Kunst bei null anfing

Um zu verstehen, welche Bedeutung dieser Besuch hat, lohnt ein Blick zurück. Ende der 1950er Jahre suchte eine junge Künstlergeneration in Düsseldorf nach einem radikalen Neuanfang. Die Kunst der Nachkriegszeit erschien ihnen mit zu viel seelischem Ballast befrachtet. Gemeinsam mit Otto Piene begründete Heinz Mack ab 1957 die legendäre Künstlerbewegung ZERO; als offizielles Gründungsdatum gilt meist der 24. April 1958, an dem die siebte Abendausstellung stattfand und die erste Ausgabe der Zeitschrift ZERO erschien. 1961 stieß Günther Uecker als drittes Kernmitglied hinzu, und mit Yves Klein aus Frankreich gewann die Bewegung zusätzliche internationale Strahlkraft.

Der Name war Programm: ZERO stand für die Stunde null, für den Neubeginn ohne die Lasten der Vergangenheit. Statt schwerer Ölfarben und dramatischer Gesten setzten die ZERO-Künstler auf Licht, Bewegung, Struktur und Reinheit. Was in einem Düsseldorfer Hinterhofatelier begann, gilt heute als eine der wichtigsten internationalen Avantgardebewegungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Große Retrospektiven, etwa 2014 im Solomon R. Guggenheim Museum in New York, haben diesen Rang eindrucksvoll bestätigt.

Düsseldorf als Wiege von ZERO: Kunstgeschichte vor der eigenen Haustür

Für einen Club aus Düsseldorf hat dieser Besuch eine besondere Pointe: Die ZERO-Bewegung ist ein Stück Düsseldorfer Stadtgeschichte. In einem Atelier an der Gladbacher Straße fanden ab 1957 die legendären Abendausstellungen statt, aus denen die Bewegung hervorging. Bis heute erinnert die ZERO foundation, die Mack, Piene und Uecker 2008 gemeinsam mit der Stiftung Museum Kunstpalast gründeten, an dieses Kapitel der Stadt. Wer als Düsseldorfer durch den Skulpturengarten von Heinz Mack geht, begegnet also nicht nur Weltkunst, sondern auch einem Teil der eigenen Heimatgeschichte. Kaum eine andere deutsche Stadt hat der internationalen Nachkriegskunst einen vergleichbaren Impuls gegeben, und der Lions Club Düsseldorf Barbarossa stand an diesem Nachmittag mittendrin.

Zick-Zack-Stele im Skulpturenpark Mönchengladbach

Die legendären Sahara-Projekte: Kunst am Rande des Möglichen

Einem breiten Publikum wurde Heinz Mack durch ein Vorhaben bekannt, das an Kühnheit bis heute seinesgleichen sucht: das Sahara-Projekt. Bereits um 1959 entwarf Mack die Vision eines künstlichen Gartens in der Wüste, die er 1961 erstmals publizierte. Ab 1968 setzte er sie in die Tat um: Er installierte riesige Lichtstelen von bis zu elf Metern Höhe in der tunesischen, später auch in der algerischen Wüste. Der junge, kaum zu bremsende Künstler fotografierte diese einmaligen Kompositionen aus Sand, Metall und Licht in allen Stimmungen des Tages, vom gleißenden Mittag bis zum glühenden Abendrot. Die Ergebnisse waren sensationell. Die auflagenstarke Zeitschrift Stern machte die Bilder einer breiten Öffentlichkeit bekannt und verwandelte den Avantgardisten in eine öffentliche Figur.

The Sky Over Nine Columns: Gold über Venedig

Dass Macks Schaffenskraft auch im hohen Alter keine Pause kennt, bewies er 2014 in Venedig. Auf der kleinen Insel San Giorgio Maggiore, direkt gegenüber dem Markusplatz, enthüllte er sein monumentales Werk The Sky Over Nine Columns: neun über sieben Meter hohe Säulen, verkleidet mit insgesamt 850.000 goldenen Mosaiksteinen. Im Wechselspiel von Sonne, Wasser und Gold reflektierten die Kolonnen das Licht der Lagune. Wer sonst als der Poet des Lichts hätte ein solches Werk schaffen können?

Der Skulpturengarten in Mönchengladbach: Ein Ort, den man nicht einfach besuchen kann

So bekannt Macks Werke in den großen Museen der Welt sind, so verborgen ist der Ort, an dem viele von ihnen entstehen und leben: der Skulpturengarten am Haus Mack in Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen. Es handelt sich nicht um ein öffentliches Museum mit Öffnungszeiten und Ticketschalter, sondern um das private Anwesen des Künstlers und seiner Familie. Zutritt erhält nur, wer eingeladen wird. Genau darin liegt der besondere Reiz dieses Nachmittags: Der Lions Club Düsseldorf Barbarossa erhielt einen Zugang, der den allermeisten Kunstfreunden verwehrt bleibt.

Heinz Macks Steinskulpturen aus schwarzem Granit

Möglich wurde dieser exklusive Besuch durch die Präsidentin des Clubjahres 2025/2026, Beate Herzbruch, die private Kontakte zum Haus Mack pflegt. Es ist ein schönes Beispiel dafür, wie im Clubleben persönliche Verbindungen zu gemeinsamen Erlebnissen werden, die ein Einzelner so nie organisieren könnte.

Marmor aus Carrara, Edelstahl und Glas: Die Materialien des Meisters

In der großzügigen Gartenlandschaft stehen sie dann: die Stelen, Monumente aus Granit, Stein, Beton, Edelstahl, Glas und vor allem aus Marmor aus Carrara und anderen berühmten Herkunftsgebieten. Jedes Objekt ist ein kunstvoll bearbeiteter Block oder eine Säule, deren Botschaft sich manchmal erst auf den zweiten Blick verrät. Zwischen Bäumen und Rasenflächen entfalten die Skulpturen eine Wirkung, die kein Museumssaal erzeugen kann: Das Tageslicht wandert über die polierten Flächen, der Wind bewegt die Schatten, die Natur wird zur Bühne der Kunst.

Kunst unter freiem Himmel: Warum dieser Garten das bessere Museum ist

Ein Museum zeigt Kunst. Ein Garten lässt sie leben. Im Skulpturengarten von Heinz Mack sind die Werke keinem klimatisierten Stillstand ausgesetzt, sondern dem echten Leben: Regen, Sonne, Jahreszeiten. Genau dafür sind sie gemacht. Eine polierte Edelstahlstele sieht am wolkenverhangenen Vormittag völlig anders aus als im goldenen Abendlicht. Für den Poeten des Lichts ist das kein Nebeneffekt, sondern der Kern seiner Kunst: Das Werk vollendet sich erst im wechselnden Licht. Die Besucherinnen und Besucher des Lions Club Düsseldorf Barbarossa erlebten an diesem Nachmittag also nicht eine Ausstellung, sondern ein Zusammenspiel aus Natur, Material und Licht, das sich in dieser Form nirgendwo sonst wiederholen lässt.

Eine private Führung mit Ute Mack und Dr. Sophia Sotke

Durch den Garten führten an diesem Nachmittag zwei Frauen, die das Werk des Künstlers besser kennen als jeder Katalog: Ute Mack, die Ehefrau des Künstlers, und Dr. Sophia Sotke, Kunsthistorikerin und ausgewiesene Mack-Expertin. Sie erklärten einzelne Werke, betonten die Materialien und öffneten den Blick für Details, an denen man sonst achtlos vorbeigegangen wäre.

Ein Moment blieb besonders haften: Ute Mack wies auf die gelegentlich gebrochenen Ränder einer ansonsten makellos glatt polierten Marmorskulptur hin. Diese bewusst belassenen Bruchkanten symbolisieren die Brüche des Lebens, die ungeschliffenen, markanten Stellen eines Individuums. Ein leiser, fast philosophischer Gedanke, der viele Teilnehmende noch auf der Heimfahrt beschäftigte: Vollkommenheit entsteht nicht durch Makellosigkeit, sondern durch die Spuren, die das Leben hinterlässt.

Die unerwartete Begegnung: Wenn der Künstler selbst dazukommt

Und dann geschah das, was diesen Nachmittag endgültig unvergesslich machte. Nicht geplant, weil nicht vorhersehbar: Heinz Mack war in seinem Atelier, so wie an fast jedem Tag. Der 95-jährige Künstler ließ es sich nicht nehmen, die Gruppe persönlich zu begrüßen, allen voran Präsidentin Beate Herzbruch.

Mack plauderte gut gelaunt über seine Werke, aber auch über die Lions-Idee, denn er war vor vielen Jahren selbst einmal Lions-Mitglied. Er erzählte die Anekdote über einen Riesensteinblock auf der Kölner Domplatte und lud die Gruppe schließlich sogar zu einem kleinen Rundgang durch sein Atelier ein. Dort, zwischen Leinwänden, Farben und Werkzeugen, erhielten die Gäste einen unmittelbaren Eindruck seiner aktuellen Bilder- und Farbwelten, Kunst im Entstehen, aus nächster Nähe.

Eine kleine Beobachtung am Rande, die mehr über diesen Mann erzählt als jede Biografie: Auf seinen mittelblauen Lederslippern prangten zwei herrlich frischgrüne Farbkleckse. Der Meister arbeitet. Jeden Tag. Mit 95 Jahren. Wer an diesem Nachmittag dabei war, hat verstanden, was Leidenschaft bedeutet.

Man muss sich diesen Moment vor Augen führen, um die Besonderheit zu begreifen. Werke von Heinz Mack hängen im Centre Pompidou, im Guggenheim, in den großen Sammlungen der Welt. Millionen Menschen haben seine Kunst gesehen. Aber nur sehr wenige haben je mit ihm in seinem eigenen Garten gestanden, seinen Anekdoten gelauscht und einen Blick in sein Atelier werfen dürfen. Für die Mitglieder des Lions Club Düsseldorf Barbarossa war dieser Nachmittag deshalb weit mehr als ein Ausflug: Es war eine dieser seltenen Gelegenheiten, bei denen Kunstgeschichte für einen Moment persönlich wird und aus einem berühmten Namen ein Mensch mit Farbklecksen auf den Schuhen.

Treffen, Helfen, Lernen: Was solche Erlebnisse mit dem Clubleben zu tun haben

Kein Nachmittag wie jeder andere. Aber vielleicht ein Nachmittag, wie er typisch ist für den Lions Club Düsseldorf Barbarossa. Das Motto des Clubs lautet Treffen, Helfen, Lernen, und alle drei Worte wurden an diesem Tag mit Leben gefüllt: das Treffen in einer Gemeinschaft von Menschen, die sich füreinander und für die Welt interessieren; das Lernen über Kunstgeschichte, Material und ein außergewöhnliches Künstlerleben; und das Helfen, das als gemeinsamer Zweck alles verbindet, was der Club unternimmt.

Der Vorstand organisiert für die Mitglieder immer wieder bemerkenswerte Programme: Vorträge im Clubheim, Referate von Fachleuten aus Wirtschaft, Technik und Kultur, Reisen und eben Führungen an Orten, die der Öffentlichkeit normalerweise verschlossen bleiben. Wer an einem solchen Nachmittag zwischen den Stelen eines Jahrhundertkünstlers steht und ihm anschließend die Hand schütteln darf, spürt eine tiefe Dankbarkeit, Teil dieser Gemeinschaft zu sein. Es sind genau diese Momente, die aus einem Serviceclub eine zweite Heimat machen.

Solche Nachmittage stehen nicht allein. Ob Vorträge über Technik und Wirtschaft, Reisen wie die gemeinsame Weinreise an die Mosel oder Führungen an außergewöhnlichen Orten: Das Clubleben des Lions Club Düsseldorf Barbarossa lebt von der Neugier seiner Mitglieder und von dem Anspruch, immer wieder Neues zu entdecken. Und es lebt von Dankbarkeit, denn wer solche Erlebnisse geschenkt bekommt, gibt gern etwas zurück.

Warum Kultur und Wohltätigkeit zusammengehören

Man könnte fragen: Was hat ein Kunstausflug mit Wohltätigkeit zu tun? Die Antwort ist einfach. Das Herzstück des Lions Club Düsseldorf Barbarossa sind seine Activities, also Hilfsaktionen, mit denen der Club vor allem Kinder in prekären Lebenssituationen in Düsseldorf und Umgebung unterstützt. Dieses Engagement lebt von Menschen, die Zeit, Energie und Herzblut investieren. Erlebnisse wie der Besuch bei Heinz Mack sind der Kitt, der diese Gemeinschaft zusammenhält: Sie schaffen Freundschaften, gemeinsame Erinnerungen und die Motivation, sich immer wieder für andere einzusetzen. Ein Club, der zusammen staunt, hilft auch zusammen besser.

Und noch etwas verbindet den Künstler und den Club: die Haltung. Heinz Mack hat sein Leben lang daran geglaubt, dass man bei null anfangen und trotzdem Großes schaffen kann. Genau diese Zuversicht braucht es auch im Ehrenamt. Jede Activity beginnt bei null, mit einer Idee, ein paar engagierten Menschen und dem festen Willen, etwas zu bewegen.

Mitglied werden: Ihr Weg zum Lions Club Düsseldorf Barbarossa

Der Lions Club Düsseldorf Barbarossa ist zurzeit offen für neugierige und wissbegierige Menschen, die gleichzeitig in einer Gemeinschaft mitarbeiten wollen, um hilfsbedürftigen Gruppen aktiv zu helfen. Wer sich für Kunst, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft interessiert, wer lieber anpackt als zuschaut und wer Gemeinschaft nicht nur konsumieren, sondern gestalten möchte, findet hier den richtigen Ort.

Ein Abend im Clubheim, ein Vortrag, ein Gespräch: Der erste Schritt ist unkompliziert. Nehmen Sie Kontakt auf und lernen Sie den Club unverbindlich kennen. Vielleicht stehen Sie beim nächsten außergewöhnlichen Ausflug schon selbst zwischen den Kunstwerken und denken: So etwas erlebt man nur hier. Herzlich willkommen beim Lions Club Düsseldorf Barbarossa. Jetzt engagieren, wir freuen uns auf Sie.

Wenn Pakete Flügel bekommen: Wie jede Nacht in Köln/Bonn ein Logistik-Wunder geschieht

Wenn Pakete Flügel bekommen: Wie jede Nacht in Köln/Bonn ein Logistik-Wunder geschieht

und warum der Vortrag beim Lions Club Düsseldorf Barbarossa begeisterte

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Es ist 23 Uhr. In vielen Häusern zwischen Düsseldorf, Köln und Bonn gehen die Lichter aus. Auf dem Frachtgelände des Flughafen Köln/Bonn beginnt in diesem Moment das genaue Gegenteil von Ruhe. Rollfelder, Ladezonen, Förderanlagen, Scanner, Frachtcontainer und Fahrzeuge greifen ineinander wie Zahnräder in einem Uhrwerk, das keine Verzögerung duldet. Wer diesen Ort in der Nacht erlebt, blickt nicht nur auf Technik. Er blickt auf ein Logistik-Wunder, das jede Nacht neu gestartet werden muss – präzise, schnell und nahezu fehlerfrei.

Was tagsüber wie ein normaler Paketversand wirkt, entpuppt sich nachts als hochkomplexes System internationaler Luftfracht. Im Zentrum steht der UPS-Standort in Köln/Bonn, einer der wichtigsten Knotenpunkte des Unternehmens in Europa. Hier entscheidet sich in wenigen Stunden, ob Bauteile für Produktionslinien pünktlich ankommen, ob medizinische Sendungen rechtzeitig weitergeleitet werden und ob globale Warenströme nicht ins Stocken geraten. Genau diese Welt wurde in einem eindrucksvollen Vortrag greifbar – sachlich erklärt, anschaulich erzählt und mit einer Wucht, die im Raum deutlich zu spüren war.

Wenn die Stadt schläft, beginnt das präziseste Schauspiel der Nacht

Wer nur an das einzelne Paket vor der eigenen Haustür denkt, unterschätzt die Dimension dessen, was in Köln/Bonn tatsächlich geschieht. In der nächtlichen Sortierphase, so die im Vortrag genannten Größenordnungen, arbeiten gut 3.500 Menschen nahezu zeitgleich daran, ankommende und abgehende Warenströme in Bewegung zu halten. Innerhalb eines engen Zeitfensters werden 48 Flugzeuge entladen und wieder beladen, parallel dazu rund 300 Lkw disponiert und auf die Straße geschickt. Über eine Bandanlage von etwa 62 Kilometern Länge laufen dabei bis zu 202.000 Pakete pro Stunde – rechnerisch rund 56 Sendungen in jeder einzelnen Sekunde.

Diese Zahlen beeindrucken nicht nur, weil sie groß sind. Sie beeindrucken, weil sie eine einzige Botschaft transportieren: Moderne Expresslogistik ist keine lineare Transportleistung, sondern eine perfekt getaktete Choreografie. Jede Minute zählt, jede Schnittstelle muss funktionieren, jeder Fehler vervielfacht sich im System. Ein verspätetes Flugzeug, ein falsch zugeordneter Container oder eine Störung auf der Fördertechnik würden nicht isoliert bleiben. Sie würden sich entlang der gesamten Supply Chain fortpflanzen. Genau deshalb wirkt der nächtliche Betrieb am Hub weniger wie Lagerlogistik und mehr wie eine Hochleistungs-Operation unter Echtzeitbedingungen.

Die Mitglieder des Lions Club Düsseldorf Barbarossa hören dem Vortrag von Martin Wasinger gespannt zu.
Die Mitglieder des Lions Club Düsseldorf Barbarossa hören dem Vortrag von Martin Wasinger gespannt zu.

Warum Köln/Bonn für UPS strategisch so wichtig ist

Die Lage im Herzen Europas

Dass ausgerechnet Köln/Bonn zu einem zentralen Standort für UPS geworden ist, ist kein Zufall. Die Region liegt in einer der wirtschaftsstärksten Zonen Europas. Von hier aus sind Ballungsräume, Industriegebiete, Autobahnachsen und internationale Märkte in kurzer Zeit erreichbar. Für ein Unternehmen, das Geschwindigkeit verkauft, ist diese Lage Gold wert. Der Standort verbindet Welthandel, regionale Verteilung und internationale Netzwerke auf engem Raum.

Laut Flughafenbetreiber ist Köln/Bonn nicht nur das logistische Herz Nordrhein-Westfalens, sondern auch einer der größten Frachtflughäfen Europas. Hinzu kommt ein weiterer Standortvorteil: An kaum einem anderen deutschen Flughafen verdichten sich die Interessen der großen Express- und Frachtakteure so stark. Das schafft Nähe zu Netzwerken, Dienstleistungen, Zollprozessen und Infrastruktur, die für schnelle Umläufe unverzichtbar sind. Wer in dieser Umgebung operiert, profitiert nicht bloß von Beton und Runways, sondern von einem kompletten Ökosystem für zeitsensible Transporte.

Gerade für Branchen wie Maschinenbau, Automobilzulieferung, Halbleitertechnik, Chemie, Medizintechnik oder Pharma zählt nicht nur die reine Transportzeit. Entscheidend ist die Verlässlichkeit. Produktionslinien warten nicht gern, Ersatzteile dürfen nicht irgendwo festhängen, sensible Waren müssen pünktlich weiterlaufen. Köln/Bonn ist deshalb nicht einfach ein Flughafenstandort. Er ist ein Taktgeber im europäischen Wirtschaftsraum.

Der Faktor Nachtflug

Hinzu kommt ein Standortvorteil, der im internationalen Wettbewerb enorm ist: der Nachtflug beziehungsweise die 24/7-Betriebsmöglichkeit des Flughafens. Für einen Hub, dessen stärkste Phase zwischen späten Abendstunden und den frühen Morgenstunden liegt, ist das keine Randnotiz, sondern die Grundlage des gesamten Geschäftsmodells. Pakete kommen nachts an, werden sortiert, neu verteilt und fliegen oder fahren wenige Stunden später bereits weiter. Die Nacht ist hier nicht Leerlauf, sondern Produktivzeit.

Gerade darin liegt eine der entscheidenden Einsichten des Themas: Viele Menschen schlafen, während die globalisierte Wirtschaft auf Hochtouren läuft. Der Standort Köln/Bonn nutzt dieses nächtliche Zeitfenster als strategischen Hebel. Was von außen unspektakulär wirkt, ist im Kern ein Wettbewerbsvorteil mit enormer wirtschaftlicher Hebelwirkung.

Wetter als unterschätzter Standortfaktor

Ein weiterer Punkt, der im Vortrag fast beiläufig auftauchte und gerade deshalb hängen blieb, ist das Wetter. Die rheinische Tiefebene gilt als vergleichsweise verlässlich, Nebel, Eis und Schnee treten seltener in der Intensität auf, wie man sie von anderen Standorten kennt. Für die UPS Köln/Bonn-Operation ist das mehr als eine meteorologische Fußnote. Ein Hub lebt von Stabilität. Wer enge Taktungen plant, kalkuliert nicht nur mit Infrastruktur, sondern auch mit Ausfallrisiken. Verlässliches Wetter ist deshalb am Ende nichts Romantisches, sondern harte Betriebsökonomie.

Was in wenigen Stunden tatsächlich passiert

Vom Rollfeld auf das Band – und wieder hinaus in die Welt

Die eigentliche Faszination liegt im Ablauf. Flugzeuge landen, Container werden entladen, Sendungen erfasst, sortiert, neu gebündelt und wieder auf Fahrzeuge oder in andere Flugzeuge verteilt. Das klingt in einem Satz einfach. In Wahrheit handelt es sich um einen Prozess, in dem Menschen, IT-Systeme, Fördertechnik, Sicherheitsvorgaben und Zeitfenster auf die Sekunde ineinandergreifen müssen. Die operative Leistung besteht nicht nur darin, viel zu bewegen. Sie besteht darin, die richtige Sendung im richtigen Moment an die richtige Stelle zu bringen.

Hinzu kommt der Faktor Zoll und Sicherheit. Internationale Sendungen müssen nicht nur schnell, sondern auch regelkonform durch das System laufen. Dokumentation, Kontrolle, Zuordnung und Weiterleitung sind deshalb kein Anhängsel, sondern Teil der Hauptleistung. Die eigentliche Stärke eines Hubs zeigt sich genau dort, wo hohe Geschwindigkeit mit regulatorischer Verlässlichkeit zusammenfinden muss.

Wer an Paketsortierung denkt, denkt oft an ein Lagerregal oder an Fließbandroutine. In einem internationalen Luftfracht-Hub ist das Bild ein anderes. Hier entscheidet die Sortierung darüber, ob wirtschaftliche Abläufe in verschiedenen Ländern stabil bleiben. Das einzelne Paket ist Teil einer Bewegung, die weit größer ist als sein Karton.

Smalls, Normals, Irregulars – warum nicht jedes Paket gleich ist

Besonders spannend ist, dass „Paket“ eben nicht gleich „Paket“ ist. Bei UPS wird grundsätzlich zwischen Smalls, Normals und Irregulars unterschieden. Dazu kommen spezielle Kategorien wie Gefahrgut oder besonders sensible medizinische Sendungen. Diese Unterscheidung ist kein sprachliches Detail, sondern operatives Denken in Reinform. Kleine, standardisierte Sendungen laufen anders durch das System als sperrige, schwere oder empfindliche Güter.

Gerade an diesem Punkt wird sichtbar, wie stark moderne Logistik von Differenzierung lebt. Es geht nicht um Masse allein. Es geht um die Fähigkeit, sehr unterschiedliche Waren in einem einzigen Zeitfenster sicher, schnell und regelkonform zu bewegen. Je heterogener die Sendungen, desto höher die Anforderungen an Technik, Personal und Steuerung.

56 Pakete pro Sekunde – warum Tempo nur die halbe Wahrheit ist

Die im Vortrag genannte Zahl von bis zu 56 Paketen pro Sekunde wirkt fast absurd. Doch ihre eigentliche Bedeutung liegt nicht im Tempo, sondern in der Kombination aus Tempo und Präzision. Schnelligkeit ohne Struktur würde im Chaos enden. Der Hub funktioniert nur, weil das System gleichzeitig schnell, kontrolliert und belastbar ist. Genau darin steckt die eigentliche Qualität eines leistungsfähigen UPS Hub Köln/Bonn.

Man könnte sagen: Geschwindigkeit ist sichtbar, Präzision bleibt unsichtbar. Das Publikum des Abends spürte genau diesen Unterschied. Nicht das Spektakel machte Eindruck, sondern die Erkenntnis, dass hinter scheinbar banalen Alltagsabläufen ein extrem anspruchsvolles Betriebsmodell steckt.

Warum hinter jedem Paket mehr steckt als nur Logistik

Im Vortrag fiel ein Satz, der besonders nachhallte: Every parcel tells a story. Das ist weit mehr als ein sympathischer Claim. Es ist ein Perspektivwechsel. Hinter den nackten Mengen stehen reale Anwendungen, reale Unternehmen, reale Menschen. Da wartet ein Patient auf eine medizinische Lieferung. Dort braucht eine Schule Material, das Unterricht verbessert. Anderswo fehlt in einer Entwicklungsabteilung exakt jenes Bauteil, das den Prototypen eines neuen Produkts fertig macht.

Plötzlich bekommen Zahlen ein Gesicht. Luftfracht Köln/Bonn ist dann nicht mehr nur Infrastruktur, sondern Teil eines wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Versorgungsversprechens. Das macht das Thema emotionaler, als man zunächst vermuten würde. Denn die Faszination des Standorts liegt nicht nur in Maschinen, Förderbändern und Frachtflugzeugen. Sie liegt darin, dass dieses System täglich hilft, Unsichtbares möglich zu machen: Versorgung, Fortschritt, Produktion, Verlässlichkeit.

Gerade für den internationalen Welthandel ist das entscheidend. Wirtschaft funktioniert nicht nur über große Verträge und Strategiepapiere, sondern über Millionen mikropräziser Lieferbeziehungen. Ein fehlendes Teil kann eine ganze Kette verzögern. Eine pünktliche Sendung kann dagegen Prozesse stabilisieren, Risiken senken und Entscheidungen überhaupt erst möglich machen. Der Hub in Köln/Bonn ist damit nicht bloß Umschlagplatz, sondern Beschleuniger wirtschaftlicher Handlungsfähigkeit.

 

Martin Wasinger gibt interessante Einblicke in das Luftfrachtgeschäft
Martin Wasinger gibt interessante Einblicke in das Luftfrachtgeschäft

Zukunft der Luftfracht: weniger Emissionen, mehr Intelligenz

Nachhaltigkeit als operative Pflicht

So beeindruckend der nächtliche Ablauf ist, so klar ist auch die Kehrseite: Fliegen verursacht Emissionen. Genau deshalb war es wichtig, dass der Vortrag nicht in Technikbegeisterung stehen blieb. Die Frage nach CO2, Effizienz und künftigen Lösungen gehört zwingend dazu. UPS arbeitet nach eigenen Angaben an einer nachhaltigeren Flotte, an alternativen Kraftstoffen, an Effizienzprogrammen und an neuen Technologien für Boden- und Luftoperationen. Das zeigt: Die Zukunft der Luftfracht wird nicht nur über Kapazität entschieden, sondern ebenso über ihre ökologische Akzeptanz.

Dabei geht es nicht um ein hübsches Nachhaltigkeitskapitel für Geschäftsberichte. Es geht um die Zukunftsfähigkeit des gesamten Geschäftsmodells. Wer internationale Expresslogistik langfristig betreiben will, muss Emissionen reduzieren, Energie intelligenter nutzen und Prozesse stetig verbessern. Geschwindigkeit allein reicht künftig nicht mehr als Leistungsversprechen.

Automatisierung, Daten und neue Technologien

Mindestens ebenso spannend ist die technologische Seite. Robotics, intelligente Steuerung, automatisierte Prozesse, datengetriebene Planung und neue Formen elektrischer oder alternativer Mobilität verändern die Branche bereits heute. Der Hub von morgen wird nicht einfach größer, sondern klüger. Er wird Störungen früher erkennen, Kapazitäten flexibler steuern und Ressourcen präziser einsetzen.

Gerade hierin steckt eine wichtige Botschaft des Abends: Moderne Logistik ist längst kein Hintergrundthema mehr. Sie ist Hochtechnologie. Wer globale Warenströme versteht, versteht auch einen relevanten Teil moderner Wirtschaft. Und wer einen Standort wie Köln/Bonn nachts vor Augen hat, erkennt, dass Innovation nicht nur in Laboren entsteht, sondern auch in Abläufen, die Millionen Menschen nie direkt sehen.

Ein Vortrag, der den Blick auf Alltag und Wirtschaft verändert

Der Referent Martin Wasinger, Air-Operations-Manager bei UPS, hielt sich nicht mit Pathos auf. Genau das machte den Abend so stark. Die Welt der Paket- und Luftfrachtlogistik wurde nicht heroisiert, sondern nachvollziehbar gemacht. Und gerade dadurch entstand Wirkung. Aus einer Branche, die viele nur vom Paketlabel kennen, wurde plötzlich ein faszinierendes System aus Präzision, Verantwortung und globaler Relevanz.

Im Raum war spürbar, wie sehr das Thema die Zuhörer in seinen Bann zog. Da war Staunen über die Dimensionen. Da war Respekt vor der operativen Leistung. Und da war dieses seltene Gefühl, nach einem Vortrag den Alltag anders zu sehen als vorher. Denn seit diesem Abend ist das Paket an der Haustür eben nicht mehr nur eine Sendung. Es ist das sichtbare Ende eines unsichtbaren, hochkomplexen Weges.

Genau solche Abende bleiben hängen. Nicht, weil sie laut sind, sondern weil sie den Horizont erweitern. Der Blick in die nächtliche Welt der Frachtflugzeuge, Förderbänder und Zeitfenster hat gezeigt, wie viel Können, Disziplin und Systemintelligenz nötig sind, damit globale Wirtschaft im Alltag zuverlässig funktioniert. Und genau das machte diesen Vortrag so eindrucksvoll: Er ließ ein verborgenes System sichtbar werden – und ein scheinbar nüchternes Thema erstaunlich lebendig.

Schlussgedanke

Wer über den Flughafen Köln/Bonn, über UPS Köln/Bonn, über Paketsortierung, Nachtflug und internationale Supply Chain spricht, spricht am Ende über weit mehr als Transport. Er spricht über Vertrauen in Abläufe, über ökonomische Resilienz und über die Kunst, Komplexität Nacht für Nacht beherrschbar zu machen. Selten wurde deutlicher, wie viel Zukunft in einem Paket steckt.

Quellen:

Die aktuelle Präsidentin Beate Herzbruch stellt den heutige Referenten Martin Wasinger vor.

Weil der Standort zentrale Verkehrsachsen, internationale Märkte und eine starke Wirtschaftsregion miteinander verbindet. Hinzu kommen die 24/7-Betriebsmöglichkeit des Flughafens sowie ein Umfeld, das für nächtliche Express- und Luftfrachtprozesse besonders geeignet ist.

In einem engen Zeitfenster landen und starten Frachtflugzeuge, Sendungen werden entladen, gescannt, sortiert, neu gebündelt und wieder auf Flugzeuge oder Lkw verteilt. Entscheidend ist die Kombination aus Tempo, Präzision, Sicherheit und regelkonformer Abwicklung.

Damit werden unterschiedliche Sendungstypen beschrieben. Smalls sind kleine Sendungen, Normals standardisierte Pakete, Irregulars Sondergrößen oder sperrige Güter. Dazu kommen sensible Kategorien wie medizinische Waren oder Gefahrgut.

Weil internationale Wirtschaft auf verlässliche, schnelle Lieferketten angewiesen ist. Ersatzteile, medizinische Produkte, Komponenten für Forschung oder Fertigung und zeitkritische Handelswaren müssen oft innerhalb sehr kurzer Fristen ankommen.

Eine große. UPS arbeitet laut eigenen Angaben an mehr Effizienz, alternativen Kraftstoffen, neuen Technologien und einer nachhaltigeren Flotte. Künftig wird sich die Wettbewerbsfähigkeit der Luftfracht nicht nur an Geschwindigkeit, sondern auch an Emissionsreduktion und intelligenter Steuerung messen.

Katharina die Große: Wie eine Gleisbaumaschine den modernen Bahnbau revolutioniert –

Katharina die Große: Wie eine Gleisbaumaschine den modernen Bahnbau revolutioniert –

und warum der Vortrag beim Lions Club Düsseldorf Barbarossa begeisterte

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Worum es in diesem Beitrag geht:

  • Was Katharina die Grosse bzw. RPM-RS-900 im modernen Gleisbau so besonders macht.
  • Warum die Maschine für Planumssanierung, Bettungsreinigung und Schotterrecycling relevant ist.
  • Wie Frank Herzbruch das Thema beim Lions Club Düsseldorf Barbarossa in einen beeindruckenden Clubabend übersetzt hat.

Manchmal beginnt ein besonderer Clubabend nicht mit einer großen Geste, sondern mit einem Namen, der sofort Neugier auslöst. „Katharina die Große“ klingt zunächst nach europäischer Geschichte, nach Hofpolitik, Macht und einer berühmten Kaiserin. Im Vortrag des Lions Club Düsseldorf Barbarossa stand jedoch keine Monarchin im Mittelpunkt, sondern eine beeindruckende Gleisbaumaschine, die im modernen Gleisbau eine Schlüsselrolle spielt.

Gerade dieser Kontrast machte den Abend so stark. Ein historisch aufgeladener Name trifft auf hochpräzise Ingenieurtechnik. Und genau darin lag der Reiz des Vortrags von Frank Herzbruch. Er führte die Zuhörer nicht nur in ein technisches Spezialthema ein, sondern öffnete den Blick für ein System, das im Alltag oft unsichtbar bleibt: die Erneuerung der deutschen Bahninfrastruktur. Wer mit dem Zug fährt, erlebt Verspätungen, Baustellen oder gesperrte Strecken. Was die wenigsten sehen: Hinter jeder funktionierenden Strecke stehen Maschinen, Prozesse und Menschen, die mit enormer Präzision arbeiten.

Der Vortrag machte aus dieser abstrakten Welt ein anschauliches Erlebnis. Aus trockener Infrastruktur wurde ein greifbares Bild. Aus Fachtechnik wurde ein Abend voller Staunen. Genau solche Momente zeigen, was das Clubleben beim Lions Club Düsseldorf Barbarossa auszeichnet: Inhalte mit Substanz, Persönlichkeiten mit Erfahrung und Themen, die weit über das Erwartbare hinausgehen.

Wenn ein Club Menschen begeistern will, benötigt er mehr als Termine und Tagesordnungspunkte. Er benötigt Erlebnisse, Gespräche und Perspektiven. Der Abend über Katharina die Große war genau das – und zugleich ein starkes Beispiel dafür, warum anspruchsvolle Vorträge ein so wirksamer Magnet für neue Mitglieder sein können.

Wenn Technik plötzlich eine Geschichte erzählt

© FUNKE - Gleisbaumaschine zwischen Dortmund und Hamm im Einsatz
© FUNKE - Gleisbaumaschine zwischen Dortmund und Hamm im Einsatz

Schon der Einstieg in das Thema hatte eine enorme Sogwirkung. Denn Katharina die Große ist nicht einfach ein Gerät auf einer Baustelle. Gemeint ist die RPM-RS-900, eine Spezialmaschine von Plasser & Theurer, die im Einsatz für Planumssanierung, Bettungsreinigung und Schotterrecycling steht. Bei SPITZKE trägt sie den einprägsamen Eigennamen „Katharina die Große“. Das ist klug, weil der Name sofort hängen bleibt – und weil er der Maschine fast etwas Majestätisches verleiht.

Im Vortrag wurde schnell deutlich, warum diese Bezeichnung passt. Hier arbeitet kein kleines Hilfsgerät, sondern ein Maschinenkomplex, der in seiner Einsatzkonfiguration mehrere hundert Meter umfassen kann und auf der Baustelle wie ein fahrendes System aus Aushub, Aufbereitung, Materialfluss und Verdichtung wirkt. Für Außenstehende ist das spektakulär. Für Fachleute ist es hauptsächlich effizient. Und genau diese Verbindung aus Wucht und Präzision machte die Faszination des Abends aus.

Mehr zur Namensgeberin: Katharina II., genannt Katharina die Große

Was die RPM-RS-900 so besonders macht

Die Gleisbaumaschine RPM-RS-900 im Einsatz zwischen Dortmund und Hamm - Copyright bei FUNKE
Die Gleisbaumaschine RPM-RS-900 im Einsatz zwischen Dortmund und Hamm - Copyright bei FUNKE

Die Besonderheit der RPM-RS-900 liegt nicht in einem einzelnen Arbeitsschritt, sondern in der Kombination mehrerer Prozesse in einem durchgehenden Ablauf. Die Maschine hebt den Schienenstrang an, nimmt alten Schotter und belasteten Untergrund auf, trennt und recycelt Material, bringt neues Planumsschutzmaterial ein und verdichtet die Tragschicht für eine stabile Gleislage. Das klingt technisch – und ist es auch. Doch in der Praxis bedeutet es vorwiegend eines: mehr Leistung in weniger Zeit.

Genau darin liegt ihre enorme Relevanz für die Generalsanierung der Schiene. Wo früher viele Einzelschritte nacheinander organisiert werden mussten, bündelt diese Maschine zentrale Prozesse in einem Maschinenzug. Das spart Sperrzeiten, reduziert Logistikaufwand und erhöht die Qualität der Ausführung. Offizielle Hersteller- und Betreiberbeschreibungen betonen genau diese Stärke: kontinuierliches Arbeiten, integriertes Ballastrecycling und die Sanierung des Unterbaus direkt im laufenden Prozess.

Besonders eindrucksvoll ist die Logik hinter dem Verfahren. Die Maschine arbeitet nicht nur am Symptom, also an verschlissenem Schotter. Sie greift tiefer und geht die Ursache an. Wenn das Planum unter dem Gleis geschwächt ist, reicht oberflächliches Nacharbeiten oft nicht aus. Dann muss auch der Untergrund stabilisiert werden. Genau hier setzt moderne Planums­sanierung an. Die Gleisbaumaschine erneuert nicht nur sichtbar, sie stellt Tragfähigkeit wieder her.

Für die Zuhörer des Vortrags war das ein Schlüsselmoment. Denn plötzlich wurde verständlich, warum der Zustand des Untergrunds über Laufruhe, Belastbarkeit und Lebensdauer eines Gleises entscheidet. Frank Herzbruch gelang es, diese Zusammenhänge klar und nachvollziehbar zu erklären – ohne sie zu banalisieren. Das ist selten. Und es ist ein großer Unterschied zwischen einer bloß informativen Präsentation und einem Vortrag, der wirklich im Kopf bleibt.

Vom Schotterbett zur stabilen Strecke

Wer den modernen Gleisbau nur aus Bildern von Baustellen kennt, unterschätzt leicht die Komplexität der Abläufe. Im Vortrag wurde diese Komplexität greifbar. Vereinfacht gesagt passiert bei Katharina die Große Folgendes: Der bestehende Gleisbereich wird aufgenommen, altes Material wird über Förderwege ausgetragen, aufbereitet oder abgeführt, neues Material wird dosiert eingebracht, planiert und verdichtet. Dadurch entsteht die Grundlage für eine dauerhaft belastbare Gleislage.

Das Entscheidende: Viele dieser Schritte laufen in einem kontinuierlichen Prozess. Genau deshalb ist die RPM-RS-900 so wertvoll für lange Bauabschnitte. Sie reduziert Brüche im Bauablauf. Sie macht den Materialfluss beherrschbar. Sie verbindet Bettungsreinigung, Schotterrecycling und Unterbausanierung in einer Form, die sowohl technisch als auch wirtschaftlich überzeugt.

Auch die Nachhaltigkeitsdimension spielte im Thema eine wichtige Rolle. Recycelter Schotter, gebündelte Arbeitsgänge und geringere Sperrzeiten sind nicht nur Effizienzfragen. Sie sind auch Ausdruck eines ressourcenschonenderen Bauens. Wer Infrastruktur dauerhaft modernisieren will, muss schneller, präziser und intelligenter arbeiten. Genau dafür steht diese Maschine.

Die Deutsche Bahn und ihre Infrastrukturgesellschaft DB InfraGO setzen bei wichtigen Korridoren zunehmend auf gebündelte Erneuerungsmaßnahmen. Die Sanierung der Riedbahn gilt als Pilotprojekt des Hochleistungsnetzes. In diesem größeren Zusammenhang wird klar, warum Spezialmaschinen wie Katharina die Große mehr sind als technische Kuriositäten. Sie sind Werkzeuge eines neuen Bauverständnisses: weniger Stückwerk, mehr systematische Erneuerung.

Warum Frank Herzbruch der richtige Referent für dieses Thema war

Vortrag von Frank Herzbruch zur Gleisbaumaschine
Vortrag von Frank Herzbruch zur Gleisbaumaschine

Ein Vortrag lebt nie nur vom Thema. Er lebt vom Menschen, der es vermittelt. Bei diesem Abend kam beides zusammen. Frank Herzbruch brachte nicht nur Fachwissen mit, sondern auch die seltene Fähigkeit, technische Zusammenhänge anschaulich zu machen. Wer jahrelang ein Ingenieurunternehmen geführt hat, das unter anderem Gleisbauprojekte geplant hat, spricht eben anders über Baustellen, Maschinen und Abläufe. Nicht theoretisch, sondern aus der Praxis.

Genau das war im Raum spürbar. Der Vortrag hatte Substanz. Er war nicht auf Effekt gebaut, sondern auf Verständnis. Gerade dadurch wirkte er umso stärker. Denn wenn jemand aus realer Erfahrung berichtet, entstehen Bilder im Kopf. Man sieht die Baustelle. Man versteht die Logik der Maschine. Man erkennt, warum kurze Sperrzeiten, stabile Untergründe und präzise Prozesse keine Randdetails, sondern die Grundlage verlässlicher Infrastruktur sind.

Für viele Zuhörer dürfte gerade diese Mischung beeindruckend gewesen sein: hohe fachliche Dichte, aber gleichzeitig eine Darstellung, die Nicht-Ingenieure mitnimmt. Das ist kein Selbstläufer. Es braucht dafür Routine, Übersicht und die Bereitschaft, Wissen nicht nur zu besitzen, sondern zu teilen. Genau darin lag die Qualität dieses Abends.

Staunen, Beeindruckung und echte Gesprächsdynamik

Die Wirkung eines guten Vortrags zeigt sich oft nicht während der Präsentation, sondern in den Gesichtern danach. In den Gesprächen. In den Rückfragen. In der Art, wie ein Thema noch beim Ausklang des Abends weiterlebt. Genau das ließ sich bei diesem Vortrag beobachten. Die Zuhörer wirkten nicht nur informiert, sondern sichtbar beeindruckt.

Das hatte mehrere Gründe. Zum einen ist die Maschine selbst spektakulär. Ein komplexer, mehrstufig arbeitender Maschinenzug, der alte Materialien aufnimmt, recycelt und gleichzeitig neue Schichten einbaut, besitzt eine Wucht, die fasziniert. Zum anderen lag die Stärke des Abends darin, dass aus dieser technischen Größe kein unnahbares Expertenthema wurde. Der Vortrag holte die Gäste genau an dem Punkt ab, an dem echte Neugier beginnt: Wie funktioniert das eigentlich? Warum ist das relevant? Und was bedeutet das für den Bahnverkehr von morgen?

So entstand ein Abend, der Wissen und Emotion sehr sauber verbunden hat. Man konnte staunen, ohne nur zu staunen. Man konnte lernen, ohne belehrt zu werden. Und man konnte am Ende mit dem Gefühl nach Hause gehen, einen wirklich besonderen Einblick bekommen zu haben. Genau solche Abende prägen die Erinnerung an einen Club.

Was dieser Vortrag über den Lions Club Düsseldorf Barbarossa erzählt

Für Außenstehende ist ein Club oft zuerst eine formale Struktur. Termine, Personen, Funktionen. Für Mitglieder ist ein Club dann attraktiv, wenn daraus echte Qualität entsteht: inspirierende Begegnungen, kluge Köpfe, relevante Themen und ein Austausch, der bereichert. Der Vortrag über Katharina die Große war dafür ein Lehrstück.

Der Lions Club Düsseldorf Barbarossa zeigt mit solchen Veranstaltungen, dass Clubleben nicht beliebig sein muss. Hier geht es nicht um reine Geselligkeit. Hier geht es um Niveau, Neugier und die Bereitschaft, immer wieder neue Perspektiven zu eröffnen. Genau darin liegt auch ein starkes Argument für Menschen, die nach einer passenden Gemeinschaft suchen. Wer beruflich, gesellschaftlich oder persönlich etwas bewegen will, findet hier keine leere Hülle, sondern einen Ort des Austauschs mit Anspruch.

Gerade für potenzielle neue Mitglieder ist das wichtig. Ein Club wird interessant, wenn er Erlebnisse schafft, über die man sprechen möchte. Wenn man Freunde oder Kolleginnen und Kollegen nicht mit Pflichtveranstaltungen lockt, sondern mit echter inhaltlicher Qualität. Ein Abend über eine Gleisbaumaschine klingt auf den ersten Blick vielleicht speziell. Nach diesem Vortrag wurde daraus aber ein Thema mit Sogkraft. Und genau das ist der Punkt: Gute Clubs machen aus Spezialthemen starke Abende.

Der Lions Club als Ort für Wissen, Wirkung und Verbindung

Wer den Lions Club Düsseldorf Barbarossa kennenlernt, soll nicht nur ein Netzwerk sehen, sondern eine lebendige Kultur des Miteinanders. Vorträge wie dieser leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Sie verbinden Fachlichkeit mit Gemeinschaft. Sie schaffen Anschlussgespräche. Sie zeigen, dass Begeisterung nicht immer laut sein muss, sondern oft gerade dann entsteht, wenn Substanz auf kluge Vermittlung trifft.

Für die Außenwirkung des Clubs ist das Gold wert. Denn manchmal werden zwar die Überschriften, Absätze und Zeilen gelesen, aber das Wahre dahinter gar nicht erkannt. Menschen lesen Haltung. Beides muss zusammenpassen. Der Vortrag über Katharina die Große, die RPM-RS-900 und von Frank Herzbruch tut genau das: Er besetzt ein relevantes und unbekanntes Thema, erzählt aber zugleich eine glaubwürdige Geschichte über die Qualität des Clublebens.

Das ist gerade in der modernen Welt ein entscheidender Faktor: der Mensch als Wirkung für das Miteinander. Wer heute online nach Themen, Veranstaltungen oder Netzwerken sucht, will nicht nur Informationen. Er will einen Eindruck davon bekommen, wofür eine Gemeinschaft steht. Solche Beiträge liefern diesen Eindruck. Sie zeigen Kompetenz. Sie zeigen Offenheit. Und sie zeigen, dass hier Menschen zusammenkommen, die voneinander lernen wollen.

Quellenverzeichnisse:

Interne Grundlage: Zusammenfassung des Vortrags „Katharina die Große“ von Frank Herzbruch.

• Wikipedia zur historischen Namensgeberin: Katharina II. / Katharina die Große

• Herstellerseite: Plasser & Theurer - RPM-RS-900

• Maschinenseite im Einsatzkontext: SPITZKE - RPM-RS-900

• Hintergrund zur Netzerneuerung: DB InfraGO - Hochleistungsnetz

Fotos: von WA.DE (Copyright FUNKE)

„Katharina die Große“ ist der Eigenname der RPM-RS-900, einer hochspezialisierten Gleisbaumaschine für Planumssanierung, Bettungsreinigung und Schotterrecycling. Sie wird eingesetzt, um den Unterbau und das Schotterbett von Gleisen in einem gebündelten Prozess zu erneuern und dadurch Bauzeiten sowie Sperrzeiten deutlich zu verkürzen.

Die RPM-RS-900 bündelt mehrere Arbeitsschritte in einem Maschinenzug: Material ausheben, Schotter aufbereiten, neues Material einbauen und die Tragschicht verdichten. Das macht sie für den modernen Gleisbau so wertvoll, weil sie Effizienz, Qualität und Nachhaltigkeit miteinander verbindet.

Im Vergleich zu klassischen, stärker abschnittsweisen Verfahren ermöglicht Katharina die Große einen kontinuierlichen Bauablauf. Das reduziert Logistikaufwand, spart Sperrzeiten, verbessert den Materialkreislauf und schafft eine hohe Einbauqualität. Gerade bei großen Korridorsanierungen ist das ein entscheidender Vorteil.

Frank Herzbruch war der Referent des Abends und übersetzte ein hoch technisches Thema in eine verständliche, lebendige Geschichte. Durch seine langjährige Praxis im Umfeld von Gleisbauprojekten konnte er die Funktionsweise der Maschine, die Bedeutung des Untergrunds und die Logik moderner Bahnsanierung anschaulich vermitteln.

Der Vortrag zeigt, wofür der Lions Club Düsseldorf Barbarossa steht: relevante Themen, starke Referenten und Abende mit echtem Erkenntnisgewinn. Genau solche Veranstaltungen machen das Clubleben attraktiv, stärken die Bindung bestehender Mitglieder und wirken nach außen als glaubwürdiger Impuls für neue Interessenten.