Ein Gemeinschaftserlebnis der besonderen Art:

von RobertAlexanderSonnenberger | Sep. 28, 2025 | Clubleben

RobertAlexanderSonnenberger

RobertAlexanderSonnenberger

Die Clubreise des LIONS-Club Düsseldorf Barbarossa im Mai 2025

Inhaltsüberlick

  1. Anreise & Abendstimmung in Mehring
  2. Trier, Moselrundfahrt & Fireballon
  3. Weinprobe bei den Löwens
  4. Abschiedsschmaus & Heimkehr
  5. Die Region Mosel & Mehring – Ein kurzer Landschafts- und Kulturspoiler
  6. Fazit & Erinnerungen

1. Anreise & Abendstimmung in Mehring

Am Freitag, den 23. Mai 2025, brach jeder der 21 Club-Reisenden individuell auf — auf dem Weg durch die sanften Hügel der Eifel Richtung Mosel. Das Licht war weich, die Luft frisch, und mit jedem Kilometer spürten wir eine erste Entspannung: Wir ließen den Alltag hinter uns.

Gegen Abend erreichten wir Mehring, eine schmucke Ortsgemeinde an der Mosel, eingebettet zwischen Weinbergen und Flusswindungen. Mehring gehört zum Landkreis Trier-Saarburg und liegt auf rund 130 m Höhe.

Wir checkten im Gästehaus „Alt Mehring“ ein — eine heimelige Unterkunft im Herzen des Orts. Die Zimmer waren gemütlich, eingerichtet mit Charme und Blick auf grüne Dächer und Reben. Schon beim Betreten vernahm man die leise Erwartung auf das gemeinsame Abendessen.

Um 19:00 Uhr trafen wir uns im Gasthaus „Zur Rebe“ — eine Adresse im Ort, bekannt für gute regionale Küche.
Der Abend entfaltet sich in mehreren Genüssen: Schmackhafte Gerichte, sorgfältig ausgewählte Weine, lebhafte Gespräche, Klänge von Lachen. Die Atmosphäre war entspannt, vertraut, freundschaftlich verbunden wie immer bei uns, voller Vorfreude auf die kommenden Tage. Spät erst trennten sich die Gruppen, um Energie für Samstag zu sammeln.


2. Trier, Moselrundfahrt & Fireballon

2.1 Gemächliches Erwachen & Frühstück

Am Samstagmorgen genossen wir ein ausgedehntes Frühstück im Gästehaus — ein Moment des Ankommens. Der Duft von Kaffee, frischem Brot und Moselhonig lag in der Luft, während erste Sonnenstrahlen durch die Fenster fielen.

2.2 Busfahrt nach Trier

Gegen 10:20 Uhr stiegen wir in den Bus und fuhren in etwa 30 Minuten nach Trier — Deutschlands ältester Stadt und römische Perle am Beginn der Mittelmosel.

2.3 Moselrundfahrt auf dem Schiff

Ab 11:15 Uhr ließen wir uns mit einem Schiff über die Mosel treiben. Langsam glitten wir durch Flussbiegungen, vorbei an steilen Hängen, warmem Licht auf glitzerndem Wasser. Die Landschaft war von Rebhängen, kleinen Winzerdörfern und mittelalterlichen Mauern geprägt — eine visuelle Meditation.
Auf dem Schiff konnten wir den Blick schweifen lassen, fotografieren, ins Gespräch kommen, einfach die Umgebung wirken lassen.

2.4 Besichtigung der Firma Fireballon

Zur Mittagszeit setzte uns der Bus nach Schweich über, und gegen 13:00 Uhr trafen wir bei der Firma Schroeder Fireballon ein. Dort empfing uns der Geschäftsführer und führte uns ein in die faszinierende, sicherheitstechnisch anspruchsvolle Welt der Heißluftballonherstellung.
Wir lernten über Materialwahl, Fertigungsschritte, Sicherheitsprotokolle und Logistik — und spürten, wie Bescheid wissen Neugier weckt. Zum Schluss hätte man Lust bekommen, gleich eine Ballonfahrt zu unternehmen — wenn’s denn der Zeitplan erlaubt hätte.

3. Weinprobe bei den Löwens

Gegen 15:00 Uhr fuhren wir zurück nach Mehring — eine kurze Fahrt, die bewusst ruhiger gestaltet war, damit Eindrücke sacken konnten.

Am Abend, ab 17:30 Uhr, trafen wir uns zum Dinner im Ristorante Da Riccardo (Brückenstraße 22, Mehring). Geschmack und Geselligkeit verbanden sich: Gutes Essen, feiner Wein, Gespräche über das Erlebte.


Nach dem Dinner zog uns der Abend Richtung Weinberge, zum Weingut „Johannes & Anne & Jacob Löwen“.


Dieser Teil war für viele der Höhepunkt — denn wir hatten ja bereits mit diesem Weingut im Rahmen der Lions-Weinaktion kooperiert: ein gemeinsames Projekt, in dem Rieslinge (Spätlese trocken) für eine Spendenaktion zugunsten von AKHD ausgeschenkt wurde.

Wir wurden herzlich empfangen inmitten von Reben, Fässern und sanftem Licht. Die Familie Löwen – Johannes, Anne, Jacob – führte uns durch ihre Keller, erklärte Bodenbeschaffenheiten, Rebsorten und klimatische Eigenheiten.

Wir verkosteten ausgewählte Weine: neben der Vereins-Riesling-Spätlese auch spannende Weiß- und Rotweine. Jeder Jahrgang erzählte seine eigene Geschichte: vom Jahrgangsunterschied, der Bodenstruktur, dem Mikroklima.
Wir erfuhren, warum die Mosel — speziell die Mittelmosel — als eine der besten Gegenden Deutschlands für trockene Rieslinge gilt: steile Hänge, Schieferböden, reflektierende Wasserflächen, Temperaturausgleich.

Bei Kerzenschein, Gesprächen und Weinfreude entstand eine intime Stimmung — Menschen und Wein im Dialog. Das war kein bloßes Tasting, sondern eine gemeinsame Reise in Geschmack und Kultur.


4. Abschiedsschmaus & Heimkehr

Am Sonntagmorgen trafen wir uns noch einmal zum gemeinsamen Frühstück im „Alt Mehring“. Es war das letzte gemeinsame Mahl dieser Reise — mit Blick auf die Mosel, Gespräche über persönliche Höhepunkte, Erinnerungsfotos und Pläne fürs nächste Mal.

Viele kauften bei den Löwens noch eine oder zwei Flaschen Wein — als Andenken, Geschenk oder einfach, um zuhause geschmacklich weiterzuwandern.

Dann begann die individuelle Heimreise. Manche zogen es vor, ruhig zu fahren und unterwegs noch Landschaft oder Städte zu besuchen, andere strebten direkt nach Hause. Die Reise endete leise, aber mit Herzen, die noch länger nachklangen.


5. Die Region Mosel & Mehring – Ein kurzer Landschafts- und Kulturspoiler

5.1 Mehring – Wein und römische Spuren

Mehring an der Mosel ist eine Gemeinde mit rund 22,3 km² Fläche, reich an Weinbau und idyllischer Lage am Fluss. (Wikipedia)
Die Rebflächen betragen 237 Hektar — Mehring ist damit eine der bedeutenden Weinbaugemeinden der Region. (Wikipedia)
Sehenswert ist auch der römische Qanat von Mehring — eine unterirdische Wasserleitung, deren Reste noch heute zu besichtigen sind. (Wikipedia)
Ein weiteres Wahrzeichen ist der Fährturm Mehring — eine historische Struktur, die einst mit der alten Fähre verbunden war, bevor eine Brücke 1903 die Überfahrt ersetzte. (Wikipedia)

Mehring liegt am Moselsteig, einem Fernwanderweg, der in vielen Etappen durch Weinberge, Flusslandschaften und Orte mit römischem Erbe führt. (Komoot)
Auch die alte Weinstraße (Mosel) führt durch Mehring in Richtung Birkenfeld, ein historischer Handels- und Weinweg. (Wikipedia)

5.2 Trier – Klassik mit römischem Erbe

Trier, oft als älteste Stadt Deutschlands bezeichnet, war die römische Hauptstadt im späteren Westen. (Rick Steves)
Berühmt sind Port a Nigra, die Kaiserthermen, die Konstantin-Basilika und das Trierer Stadtbild mit seinen mittelalterlichen und antiken Bauten. (Trier Info)
Vom Flussufer aus wirken die Bauwerke majestätisch – und man spürt die Jahrhunderte Geschichte zwischen Mosel und Stein.

5.3 Mosel & Wein – Kulisse, Kultur, Genuss

Die Mosel gehört zu den ältesten Weinregionen Deutschlands – insbesondere der Mittelmosel zwischen Trier und Riel gilt als Herzstück für Riesling. (German Sights)
Der Fluss windet sich in tiefen Schleifen, gesäumt von Rebhängen und steilen Hängen — eine Landschaft, in der jede Kurve ein Fotomotiv ist.
Die Moselkultur verbindet Weinjustiz, Kellertradition, Musikfestivals und kulinarische Spezialitäten in lokaler Identität. (Mosel Urlaub)


6. Fazit & Erinnerungen

Diese Clubreise war mehr als eine Reise von A nach B: Sie war eine emotionale Klammer von Gemeinschaft, Kultur und Genuss.
Ein Abend in Mehring, ein Tag auf der Mosel und in Trier, ein dramatischer Besuch in der Manufaktur Fireballon und eine genussvolle Weinprobe mit Menschen, deren Geschichten und Gefühle wir spürten — das alles formte eine Reise, die im Gedächtnis und sich wieder tief in unseren Herzen bleibt.

Häufige Fragen zum Besuch im Skulpturengarten von Heinz Mack und zum Lions Club Düsseldorf Barbarossa

Wer ist Heinz Mack?

Heinz Mack, geboren 1931 in Lollar, ist einer der bedeutendsten deutschen Künstler der Nachkriegszeit und Hauptvertreter der kinetischen Kunst und der Lichtkunst. Gemeinsam mit Otto Piene begründete er ab 1957 in Düsseldorf die international einflussreiche Künstlerbewegung ZERO. Bekannt wurde er unter anderem durch seine Sahara-Projekte mit monumentalen Lichtstelen in der Wüste und durch die Installation The Sky Over Nine Columns in Venedig. Mack lebt und arbeitet in Mönchengladbach und ist mit 95 Jahren noch täglich in seinem Atelier tätig.

Was ist die ZERO-Bewegung?

ZERO war eine Düsseldorfer Künstlerbewegung, die ab 1957 von Heinz Mack und Otto Piene begründet wurde; 1961 kam Günther Uecker als drittes Kernmitglied hinzu. Der Name steht für die Stunde null: einen radikalen Neuanfang der Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg, mit Licht, Bewegung und Struktur als zentralen Gestaltungsmitteln. ZERO gilt heute als eine der wichtigsten internationalen Avantgardebewegungen des 20. Jahrhunderts.

Kann man den Skulpturengarten von Heinz Mack besichtigen?

Der Skulpturengarten am Haus Mack in Mönchengladbach ist das private Anwesen des Künstlers und seiner Familie und kein öffentliches Museum. Besichtigungen sind nur auf persönliche Einladung möglich. Der Lions Club Düsseldorf Barbarossa erhielt seine private Führung durch persönliche Kontakte der Clubpräsidentin des Jahres 2025/2026 zum Haus Mack. Öffentlich zugängliche Werke von Heinz Mack finden sich dagegen in zahlreichen Museen und im öffentlichen Raum.

Was macht der Lions Club Düsseldorf Barbarossa?

Der Lions Club Düsseldorf Barbarossa ist ein gemeinnütziger Serviceclub in Düsseldorf. Unter dem Motto Treffen, Helfen, Lernen setzt er sich mit seinen Activities vor allem für Kinder in prekären Lebenssituationen ein. Ergänzend organisiert der Club für seine Mitglieder Vorträge, Reisen und exklusive Führungen, wie den Besuch im Skulpturengarten von Heinz Mack.

Wie kann ich Mitglied im Lions Club Düsseldorf Barbarossa werden?

Der Club ist offen für neugierige und engagierte Menschen, die in einer Gemeinschaft aktiv helfen möchten. Der einfachste Weg ist die Kontaktaufnahme über die Webseite lions-barbarossa.de. Interessierte lernen den Club zunächst unverbindlich kennen, etwa bei einem Vortragsabend im Clubheim, bevor eine Mitgliedschaft konkret wird.

Was bedeutet das Motto Treffen, Helfen, Lernen?

as Motto beschreibt die drei Säulen des Clublebens: Treffen steht für die regelmäßige Gemeinschaft der Mitglieder, Helfen für das wohltätige Engagement zugunsten hilfsbedürftiger Menschen, insbesondere Kinder, und Lernen für Vorträge, Referate und Erlebnisse, die den Horizont erweitern, wie die Begegnung mit dem ZERO-Künstler Heinz Mack.