Wenn Normalität das Größte ist.

von Helmut Bienfuss | Juni 12, 2024 | Activities

Helmut Bienfuss

Helmut Bienfuss

Wir alle kennen diesen Spruch von den Wünschen. Dass der Gesunde tausende davon hat. Und der Kranke nur einen einzigen. Noch drastischer wird es, wenn wir Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzenden Krankheiten erleben. Dann merken wir, dass der ganz normale Alltag, aus dem wir alle ja hin und wieder ausbrechen wollen, für diese Menschen ein großes und letztlich nicht erreichbares Ziel ist. Das macht demütig und hilfsbereit. Heute berichten wir hier über die bereits 16 Jahre währende Unterstützung des Ambulanten Kinder Hospiz Dienstes (AKHD) in Düsseldorf durch unseren Club, den Lions Club Düsseldorf Barbarossa.

Es war ein Sonntag Mitte April, als 4 Mitglieder unseres Clubs beim Seminar der ehrenamtlich Mitarbeitenden des AKHD mitmachten und dabei zusätzlich eine Ausbildung in erster Hilfe erhielten. Andrea Jaxy, Franz-Josef Dick, Wolff Balthasar und Björn Voigt aus unseren Reihen nahmen an dieser Veranstaltung teil, die in den Räumen der katholischen Anstalt Wolfsburg in Mülheim stattfand. Der Schwerpunkt an unserem Tag lag bewusst in der weiteren Ausbildung der Ehrenamtlichen bei der so wichtigen ersten Hilfe.

Diese ist tatsächlich öfter notwendig, als man gemeinhin denkt. Schließlich handelt es sich bei den betreuten Kindern bis hin zu jungen Erwachsenen nicht nur um Betroffene mit lebensverkürzenden Krankheiten, sondern auch um deren begleitende Beschwerden wie Epilepsie oder Ohnmachtsanfälle. Dann heißt es Ruhe zu bewahren und die wichtigsten Regeln der ersten Hilfe zu beherrschen.

Es waren an diesem Sonntag neben den professionellen Begleitern des AKHD 35 Ehrenamtliche anwesend, Frauen in der Überzahl, alle natürlich emphatisch und interessiert, andernfalls würden sie auch kaum freiwillig die so herausfordernde Hospizarbeit mit Kindern und deren Familien auf sich nehmen.

Unser Club unterstützt diesen ambulanten Kinderhospizdienst bereits seit 2008 – er wurde in der Stadt Düsseldorf erst kurz vorher gegründet, nämlich 2007. Wir sind also fast von Anfang an dabei, was für uns gleichermaßen mit Stolz und mit Verpflichtung verbunden ist.

Es begann mit der Finanzierung von Ausstattungsmitteln des Büros und des Trauercafés im Nord-Carree. Recht schnell sahen wir aber auch, wie willkommen etwas Abwechslung für die Kinder und Eltern ist, wie Ausflüge zu schönen Erlebnissen und Entdeckungen führen, zu Tagen der Entspannung und der Freude für die kranken Kinder, für deren Geschwister, für die ganzen Familien als Gemeinschaft- aber auch, um ehrlich zu sein, für uns, die wir diese Veranstaltungen organisieren und selbst daran teilnehmen. Ein besonders gutes Beispiel hierfür ist der gemeinsame Besuch des Riesenrades auf dem Düsseldorfer Schlossplatz in der Vorweihnachtszeit.

Aktuell arbeiten wir an einer ganz neuen Idee, das Spendenaufkommen für den AKHD zu erhöhen; gerne berichten wir in Kürze darüber – die Planung steht und wir versprechen uns Einiges davon.

Seit 2011 übernimmt der Club die Kosten für das jährliche Schulungswochenende für die Ehrenamtler, das an externen Tagungsstätten jeweils über 2 Tage geht. Dies ist uns eine Ehre und auch Freude, da ja einige unserer Mitglieder regelmäßig teilnehmen und gemeinsam mit den Haupt- und Ehrenamtlern des AKHD diskutieren, lernen, aufarbeiten und nachdenken. Es sind schon außergewöhnlichen Mitbürger, die sich nicht nur um das eigene Leben kümmern, sondern beim AKHD auch um das von Familien mit kranken Kindern und Jugendlichen.

Diese Aufgabe bereichert auch uns, die teilnehmenden Lions-Freundinnen und -Freunde. Die Menschen, die den AKHD Düsseldorf ausmachen und ihre Schützlinge sind uns ans Herz gewachsen. Wir bleiben dran.

Häufige Fragen zum Schlossturm, zum SchifffahrtMuseum und zum Lions Club Düsseldorf Barbarossa

Was ist der Schlossturm in Düsseldorf?

Der Schlossturm am Burgplatz ist der einzige oberirdisch erhaltene Teil des ehemaligen Düsseldorfer Residenzschlosses und eines der Wahrzeichen der Landeshauptstadt. Seine Ursprünge reichen bis in das Mittelalter zurück: Nach der Stadterhebung 1288 sicherten die bergischen Landesherren hier ihren Zugang zum Rhein, urkundlich erwähnt wird die Burg im Jahr 1386. Im 16. Jahrhundert bauten die Herzöge von Jülich-Kleve-Berg die Anlage zur Hauptresidenz aus; in dieser Zeit entstand der runde Eckturm. Nach dem Schlossbrand von 1872 wurde die übrige Anlage abgetragen. Der Turm blieb stehen.<

Welches Museum befindet sich im Schlossturm Düsseldorf?

Im Schlossturm ist seit Januar 1984 das SchifffahrtMuseum Düsseldorf untergebracht. Es zeigt eine der ältesten Sammlungen zur Geschichte der Rheinschifffahrt in Deutschland. Die Sammlung selbst geht auf eine Initiative des damaligen Hafendirektors Heinrich Etterich Ende der 1920er Jahre zurück. Seit der Neukonzeption im Jahr 2015 präsentiert sich die Ausstellung unter dem Motto "Den Rhein erleben" auf sieben Etagen und rund 360 Quadratmetern, vom historischen Gewölbekeller bis zum Aussichtsgeschoss.

Was kann man im SchifffahrtMuseum Düsseldorf sehen?

Die Dauerausstellung behandelt den Naturraum und das Wirtschaftssystem Rhein, die Schiffbaugeschichte vom Einbaum bis zum Dampfschlepper, die Entwicklung der Düsseldorfer Häfen sowie Handel und Reisen auf dem Fluss. Historische Schiffsmodelle ziehen sich als roter Faden durch das Haus, ergänzt um interaktive Erlebnisstationen, Filme und Archivmaterial. Im obersten Geschoss, der sogenannten Laterne, befindet sich ein Café mit Rundblick auf Rhein, Altstadt und Rheinuferpromenade.

Kann man eine individuelle Führung im SchifffahrtMuseum buchen?

Ja. Neben den öffentlichen Sonntagsführungen bietet das SchifffahrtMuseum Führungen und Veranstaltungen nach Absprache und Voranmeldung an. Der Lions Club Düsseldorf Barbarossa nutzte genau dieses Angebot für seinen Clubabend im August 2026 und wurde dabei vom Museumsleiter Dr. Markus Todoric persönlich durch das Haus geführt. Aktuelle Informationen zu Konditionen, Öffnungszeiten und Anmeldung finden sich auf der offiziellen Museumsseite.

Warum war der Rhein im August 2026 so niedrig?

Ursache war eine über Wochen anhaltende Trockenheit mit hohen Temperaturen und ausbleibenden Niederschlägen. Der Pegel Düsseldorf erreichte im August 2026 mehrfach neue historische Tiefstwerte und rutschte erstmals seit Beginn der Messungen sogar unter den Pegelnullpunkt. Wichtig zur Einordnung: Der Pegelstand gibt die Wasserhöhe relativ zu einem festgelegten Nullpunkt am Ufer an und nicht die tatsächliche Tiefe der Fahrrinne. Für die Binnenschifffahrt bedeutete das Niedrigwasser dennoch erhebliche Einschränkungen, da Frachtschiffe nur mit deutlich reduzierter Ladung fahren konnten.

Was ist das Stapelrecht, von dem im Zusammenhang mit Köln die Rede ist?

Das Stapelrecht verpflichtete durchfahrende Schiffe, in einer Stadt anzulegen und ihre Waren dort für eine bestimmte Zeit zum Verkauf anzubieten. Köln erhielt dieses Recht im Jahr 1259. Der Weitertransport durfte anschließend nur durch Kölner Fuhrleute und Schiffer erfolgen. Für die Stadt war das eine außerordentlich einträgliche Regelung, für die Schifffahrt ein erheblicher Kostenfaktor. Zusammen mit den zahlreichen Zollstationen der Landesherren am Rhein prägte das Stapelrecht den Handel auf dem Fluss über Jahrhunderte.

Was bedeutet Treideln?

Als Treideln bezeichnet man das Ziehen von Schiffen flussaufwärts vom Ufer aus, in der Regel durch kräftige Pferdegespanne. Weil die Strömung eine Fahrt stromauf aus eigener Kraft praktisch unmöglich machte, war das Treideln bis zur Einführung der Dampfschifffahrt die entscheidende Technik am Rhein. Es erforderte spezialisierte Fachkräfte, instand gehaltene Uferpfade und ein Netz von Versorgungsstationen. Ein Teil der erhobenen Zölle diente ursprünglich genau dieser Instandhaltung.

Was macht der Lions Club Düsseldorf Barbarossa?

Der Lions Club Düsseldorf Barbarossa ist ein gemeinnütziger Serviceclub in Düsseldorf. Unter dem Motto "Treffen, Helfen, Lernen" setzt er sich mit seinen Activities vor allem für Kinder in prekären Lebenssituationen ein. Ergänzend organisiert der Club für seine Mitglieder Vorträge, Reisen und besondere Erlebnisse wie die individuelle Führung im Schlossturm. Diese Abende sind kein Beiwerk, sondern die Grundlage für den Zusammenhalt, aus dem die wohltätige Arbeit entsteht.

Wie kann ich Mitglied im Lions Club Düsseldorf Barbarossa werden?

Der Club ist offen für neugierige und engagierte Menschen, die in einer Gemeinschaft aktiv helfen möchten. Der einfachste Weg ist die Kontaktaufnahme über die Webseite lions-barbarossa.de. Interessierte lernen den Club zunächst unverbindlich kennen, etwa bei einem Vortragsabend oder einer Clubveranstaltung, bevor eine Mitgliedschaft konkret wird.